Serienmörder konnte nach 35 Jahren identifiziert werden

Hinter dem französischen Serienmörder „Pockengesicht“ steckte ein ehemaliger Polizist.

, 18:40 Uhr
Serienmörder konnte nach 35 Jahren identifiziert werden

Ganze 35 Jahre jagte die französische Polizei einen Serienmörder, der unter dem Namen „Pockengesicht“ bekannt wurde. Auch eine Deutsche ist dem Killer zu Opfer gefallen. Das Au-pair-Mädchen Irmgard Müller wurde im Jahre 1987 im Pariser Marais-Viertel von dem Kriminellen ermordet. Der Fall der damals 20-Jährigen blieb bis heute ungeklärt.

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Doch nun konnten die Beamten herausfinden, wer hinter dem „Pockengesicht“ steckt. Die Identität des Serienmörders und Vergewaltigers konnte laut der „Bild“-Zeitung unter dramatischen Umständen geklärt werden. Bei dem Gesuchten handelte es sich um einen Gendarmen. Erst kürzlich waren Gerüchte aufgekommen, dass ein ehemaliger Polizist, der zur Tatzeit in Paris stationiert war, für die Verbrechen verantwortlich sein könnte.

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Ehemaliger Polizist steckt hinter den Morden

Daraufhin sollten über 750 Gendarmen ihre DNA-Proben abgeben. François Vérove wurde kurz vor dem Termin von seiner Frau als vermisst gemeldet. Er zählte dazu und hätte demnach seine Probe ebenfalls einreichen müssen. Trotzdem konnte der Fall gelöst werden. Denn nun wurde Vérove tot in seiner Wohnung in Südfrankreich aufgefunden. Bei dem 59-Jährigen fand man einen Brief, in dem er sich zu seinen Taten bekannte.

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Ermittler bestätigten dies gegenüber der Nachrichtenagentur „AFP“. Vérove nahm sich das Leben und erklärte in seinem Brief, dass er damals im Affekt gehandelt habe und seine Probleme später in den Griff bekam. Weitere Details verriet er allerdings nicht. Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen Entführung, Vergewaltigung und Mordes. Vérove soll für vier Morde und sechs Vergewaltigungen verantwortlich gewesen sein.

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