Schwerer Verlauf trotz Corona-Impfung: Diese Faktoren erhöhen das Risiko

Eine Studie aus den USA zeigt, welche Faktoren das Risiko trotz Impfung schwer an Covid-19 zu erkranken erhöhen.

, 18:40 Uhr
Schwerer Verlauf trotz Corona-Impfung: Diese Faktoren erhöhen das Risiko

Die Corona-Impfung schützt zwar nicht zu 100 Prozent vor einer Infektion, senkt das Risiko schwer zu erkranken jedoch erheblich. Wie das RKI bestätigte schützen die Vakzine von Biontech/Pfizer, Moderna und Astrazeneca zu 90 Prozent vor einem schweren Verlauf nach einer Infektion mit der Delta-Variante.

Anzeige

Dennoch kommt es vor, dass auch doppelt Geimpfte aufgrund einer Covid-Erkrankung im Krankenhaus liegen. Dass die Gefahr für Ungeimpfte oder nur einmal Geimpfte höher ist, ist bereits klar. Eine Studie aus den USA beschäftigte sich nun allerdings mit der Frage, welche Faktoren dazu führen, dass auch doppelt Geimpfte schwer erkranken oder sogar sterben. Forscherinnen und Forscher aus Maryland untersuchten mithilfe einer Datenbank insgesamt 1.228.664 Patientinnen und Patienten über 18 Jahren. Sie wurden zwischen Dezember 2020 und Oktober 2021 vollständig gegen Covid-19 geimpft.

Anzeige

Alter und Vorerkrankungen

2246 der Geimpften infizierten sich trotzdem nachweislich mit Corona. 327 von ihnen wurden ins Krankenhaus eingeliefert. 189 hatten mit einem sehr schweren Verlauf zu kämpfen und 36 von ihnen verstarben. Das Alter gilt auch bei Geimpften als größter Risikofaktor. Die schweren Verläufe betrafen hauptsächlich Personen, die über 65 Jahre alt waren.

Anzeige

Hinzu kommen bestimmte Vorerkrankungen, die das Risiko erhöhen. Dazu zählt eine verminderte Immunabwehr, durch die Einnahme nötiger Immunsuppressiva, eine Lungenerkrankung, eine Lebererkrankung, eine chronische Nierenerkrankung, neurologische Erkrankungen, Herzerkrankungen und Diabetes. „Selbst nach der Impfung bleibt ein erheblicher Teil der Bevölkerung gefährdet. Es erfordert zusätzliche Strategien, um schwere Covid-19-Verläufe zu verhindern“, heißt es in einem abschließenden Statement.