Schluss mit Briefkasten-Werbung: Umwelthilfe will Werbeprospekte verbieten

Jedes Jahr entstehen 1,1 Millionen Tonnen Müll durch Werbeprospekte.

Veröffentlicht am , 13:10 Uhr
Schluss mit Briefkasten-Werbung: Umwelthilfe will Werbeprospekte verbieten

Werbung und Prospekte soll man in Zukunft nur noch dann bekommen, wenn man ausdrücklich zugestimmt hat, dass man Werbung im Briefkasten erhalten möchte. Die Deutsche Umwelthilfe hat jetzt eine Petition gestartet, um diese Idee zur Realität umzusetzen.

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28 Milliarden Werbeprospekte pro Jahr

Obwohl es mehrere Briefkästen gibt, auf denen sich ein Aufkleber mit „Bitte keine Werbung einwerfen“ befindet, wird dies oft von den Prospektzustellern ignoriert. Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) hat jetzt eine Petition gestartet und möchte durchsetzen, dass nur noch diejenigen Werbeprospekte erhalten, die dies auch ausdrücklich wünschen. „Wir sehen, dass es nicht funktioniert. Deshalb müssen wir es umdrehen“, so DUH-Abfallexperte Thomas Fischer. Zukünftig soll nur noch Werbung in Briefkästen landen, die mit „Werbung – Ja, bitte“ gekennzeichnet sind. Dann würde laut Fischer der Effekt eintreten, dass viel weniger Werbung produziert wird, was auch unserem Klima zugutekommt.

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Das neue System, das bereits seit 2018 in Amsterdam eingeführt wurde, trägt dazu bei, dass jedes Jahr 6000 Tonnen Papier pro Jahr eingespart werden. In Deutschland werden jedes Jahr rund 28 Milliarden Werbeprospekte gedruckt, wodurch 1,1 Millionen Tonnen Müll entstehen. In den Niederlanden hätten sich beispielsweise nur knapp 30 Prozent der Haushalte für Werbeprospekte entschieden. Und wenn wir ehrlich sind, landet der Großteil der Werbeprospekte doch sowieso sofort im Müll, ohne dass man auch nur eine einzige Seite davon gelesen hat.

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