„Roblox“: Online-Game für Kinder für hat großes Sex-Problem

Eltern sind in Sorge, ihre Kinder könnten an Pädophile geraten.

, 14:57 Uhr
„Roblox“: Online-Game für Kinder für hat großes Sex-Problem
Sergei Elagin / Shutterstock.com

„Roblox“ ist ein Online-Game für Kinder, das die Organisation PEGI ab sieben Jahren empfiehlt. Bei dem Spiel, das man am Smartphone, am PC oder auf der Xbox One spielen kann, können die Spieler und Spielerinnen eigene Minispiele basteln. Das soll die Kreativität der Kinder fördern. So weit, so gut. Doch leider vergreifen sich einige Erwachsene an dem Spiel.

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Einige Nutzer und Nutzerinnen des Baukasten-Spiels nutzen das Online-Game, um ihre sexuellen Fantasien auszuleben und sich zum virtuellen Sex zu treffen. Diese Spiele werden „Condos“ genannt. Zwar gibt es Sicherheitsoptionen, um Kinder zu schützen, doch gibt es einige User und Userinnen, die alles versuchen, um diese zu umgehen.

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Kinder und Jugendliche Online schützen

IMAGO / Panthermedia

Larry Magid von der Jugendschutz-NGO ConnectSafely spricht von einem „Katz-und-Maus-Spiel“. Es ist die größte Angst vieler Eltern bezüglich des Spieles, ihre Kinder könnten mit den nicht jugendfreien Inhalten in Berührung kommen. Das geht los mit zwei Stripperinnen, die neben einer Bar tanzen. Über einen nackten Mann, der von einer Frau im Leder-Outfit an einer Hundeleine geführt wird. Hin zu einem Paar, das vor den Augen herumstehender Personen Sex hat. Larry Magid dazu: „Es gibt Leute, die sich alle Mühe geben, das System zu überlisten“.

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Die besondere Angst ist dabei, dass Kinder im Rahmen des Spieles auf Pädophile treffen können. Besonders die in das Game integrierte Chatfunktion bietet hier Angriffsfläche. Die Macher und Macherinnen von „Roblox“ sind sich des Problems bewusst und berufen sich darauf, dass es die Jugendschutzfunktion gibt. Dort können Eltern einstellen, mit wem ihre Kinder chatten können. Auch sind die „Roblox“-Betreiber und Betreiberinnen dahinter her, die „Condo“-Spiele offline zu nehmen. Doch nicht jeder Regelverstoß wird von der manuellen und der automatischen Moderation sofort erkannt.

Die Initiative SafeInternet empfiehlt besorgten Eltern, nicht nur die Sicherheitsoptionen zu nutzen, sondern auch mit ihren Kindern regelmäßig über das Spiel zu reden und Interesse daran zu zeigen. Das gelte für alle Online-Games für Kinder und Jugendliche, denn nur so bekommen Eltern einen Einblick in die virtuelle Lebenswelt ihrer Kinder.