RKI verschickt 180.000 Briefe mit 5-Euro-Scheinen

Momentan finden zahlreiche Bürger 5-Euro-Scheine in ihren Briefkästen. Was dahinter steckt und wieso das RKI jetzt Geldscheine verschickt.

25.03.2024, 12:13 Uhr
RKI verschickt 180.000 Briefe mit 5-Euro-Scheinen
IMAGO / Steinach
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Wer momentan in seinen Briefkasten schaut, wird sich freuen. Kürzlich wurden 180.000 5-Euro-Scheine an die Bürgerinnen und Bürger in Deutschland verschickt. Fast eine Million Euro hat das RKI für die überraschende Aktion bereitgestellt. Hintergrund sei die Tatsache, dass es keine belastbaren Daten über die Gesundheit der deutschen Bevölkerung gibt. 

Deshalb möchte das Robert-Koch-Institut mit einer neuen Studienreihe wichtige Informationen sammeln und auswerten. Dabei sollen die Bürger natürlich mitmachen und einige Fragen beantworten. Um die Bevölkerung zur Teilnahme zu motivieren, hat das RKI 5 Euro per Post verschickt. Zudem befindet sich in dem Umschlag eine Einladung zur Befragung und ein entsprechender QR-Code.

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Deshalb erhalten tausende Bürger 5 Euro vom RKI

Der finanzielle Anreiz soll dazu führen, dass noch mehr Menschen teilnehmen und der Brief nicht einfach im Müll verschwindet. Zuvor führte das RKI einen Test durch, im Rahmen dessen die Teilnehmerquote durch einen finanziellen Anreiz um 13 Prozent gesteigert werden konnte. Da man aber dennoch davon ausgeht, dass „nur“ 35 Prozent der Personen teilnehmen, die einen Brief erhalten haben, gibt es auch einige kritische Stimmen, die sich zu Wort gemeldet haben.

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Somit würden nämlich rund 117.000 Bürger zwar das Geld behalten, aber keine Informationen teilen. Die Kritiker sprechen deshalb von einer Fehlinvestition. "Weil öffentliche Mittel fließen, sind auf jeden Fall detaillierte Erklärungen fällig – solange sollte die Umfrage gestoppt werden", forderte nun Reiner Holznagel, der Präsident des Steuerzahlerbundes. Die Auswahl der Teilnehmer erfolgt durch eine zufällige Stichprobe. Wer an der Umfrage teilnimmt, soll sogar weitere zehn Euro erhalten. Wenn man über keinen Onlinezugang verfügt, kann man auch mit einem Papierfragebogen an der Umfrage teilnehmen. Anschließend werden die 10-Euro-Scheine erneut per Post verschickt. 

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