„Resting Bitch Face“: Frau ohne Lachen bekommt Modelvertrag

Tayla Clement wurde mit einer unglaublich seltenen Erkrankung geboren.

, 12:47 Uhr
„Resting Bitch Face“: Frau ohne Lachen bekommt Modelvertrag
Instagram @taylaclement

Profisportlerin Tayla Clement konnte sich endlich einen Kindheitstraum erfüllen. Die Neuseeländerin, die seit ihrer Geburt an der seltenen neurologischen Krankheit namens Möbius-Syndrom leidet und ihren Gesichtsausdruck selbstironisch „Resting Bitch Face“ nennt, hat den neuen Meilenstein in ihrem Leben stolz auf Instagram verkündet – sie hat nämlich endlich einen Modelvertrag unterschrieben! Die Blondine darf sich jetzt offiziell als Model bezeichnen und arbeitet ab jetzt mit der Modelagentur Zebedee Talent zusammen, die als „revolutionäre Agentur, die Menschen mit Behinderungen, visuellen Unterschieden, alternativen Auftritten & LGBTQIA-Mitglieder vertritt“, bekannt ist.

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„Ich freue mich riesig, endlich die Inspiration zu sein, die ich gebraucht hätte, als ich jünger war“, schrieb sie auf Instagram. Ihre medizinische Kondition hat die junge Frau stets eingeschränkt – in ihrer Kindheit wurde sie für ihren Gesichtsausdruck gemobbt, da es ihr unmöglich war, zu lächeln. Im Alter von 12 Jahren unterzog sie sich einer „Lächel-Operation“, in der Ärzte versuchten, Gewebe von ihrem Oberschenkel in ihr Gesicht zu transplantieren, um ihr Lächeln wiederherzustellen. Doch die Prozedur scheiterte, Clement erhielt nur ein angeschwollenes und mit blauen Flecken übersätes Gesicht.

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Mobbing wurde immer schlimmer

„Für vier Jahre nach der Operation musste ich noch mehr Mobbing ertragen. Man nannte mich nicht mehr nur hässlich oder ekelhaft, sondern meine Mitschüler brachten sogar Plastiktüten mit zur Schule und sagten mir, ich solle sie mir über den Kopf ziehen, damit keiner mein Gesicht mehr sehen müsste“, erzählte Clement auf Instagram. „Ich wurde Hügel hinunter geschubst, selbst die Lehrer haben mich ignoriert… und das alles nur, weil ich nicht lächeln konnte und mein Gesicht nicht bewegen konnte.“

Doch bereits vor dem Modelvertrag hat es die Blondine der Welt gezeigt. Clement, die schon immer leidenschaftlich gerne Sport getrieben und schwimmen gegangen ist, wurde damals nämlich von den Para Athelics von New Zealand kontaktiert. Sofort war die junge Frau wieder am Ball und fing an zu trainieren, nachdem sie eine Pause aufgrund ihrer mentalen Gesundheit einlegen musste.