Rassismus-Vorwürfe: Traditionskneipe soll umbenannt werden

Eine 350 Jahre alte schottische Kneipe soll einen neuen Namen erhalten.

, 12:24 Uhr
Rassismus-Vorwürfe: Traditionskneipe soll umbenannt werden

Die Rassismus-Debatte hat nun auch das schottische Linlithgow erreicht. In dem beschaulichen Ort gibt es eine 350 Jahre alte Traditionskneipe, deren Name jedoch jede Menge Kritik erntet. Die Diskussion führte schließlich dazu, dass die Kneipe nun umbenannt werden soll.

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Das Pub trägt seit mehreren Hundert Jahren den Namen „The Black Bitch“. Es wurde nach einem mythischen schwarzen Hund benannt. Die Kneipe stammt aus dem 17. Jahrhundert. Die Hündin, nach der sie benannt wurde, ist auf dem Stadtwappen zu sehen und steht außerdem als Denkmal im Stadtzentrum. Der Legende nach, rettete die Hündin ihr Herrchen vor dem Verhungern.

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Ein neuer Name für „The Black Bitch“

Die Doppeldeutigkeit des Namens führte nun jedoch dazu, dass sich die Besitzer entschlossen haben, ihre Kneipe umzubenennen. „Dies ist eine wichtige Entscheidung, aber wir sind überzeugt, dass es die richtige ist. Wir sind uns der Geschichte des Pubs und des Ursprungs des Namens bewusst und wählen daher einen neuen Namen, der die Geschichte des Pubs widerspiegelt, und werden versuchen, das Wappen und die Bilder auf dem Schild des Pubs beizubehalten“, erklärte Nick Mackenzie.

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Ab sofort soll die Kneipe nämlich „The Black Hound“ heißen. 2.700 Menschen finden die Änderung allerdings nicht gut. Sie unterschrieben eine Petition, die die Umbenennung aufhalten solle. Denn die Geschichte der Stadt würde somit ignoriert werden und die Bürokratie habe den Verstand verloren.  

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