Rassismus-Drama um „Otto – Der Film“

Einige Szenen werden scharf kritisiert.

, 06:17 Uhr
Rassismus-Drama um „Otto – Der Film“

Komiker Otto Waalkes veröffentlichte am 18. Juli 1985 seinen eigenen Kinofilm. Der Klassiker „Otto – Der Film“ lockte damals ganze 15 Millionen Zuschauerinnen und Zuschauer in die Säle. Nun hagelt es Kritik, denn die Komödie soll rassistisch sein.

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Was damals noch als amüsant galt, wird heute äußerst skeptisch betrachtet. Sketche und Szenen, die vor über 30 Jahren noch zum Lachen anregten, würde man heute so nicht mehr veröffentlichen. Kritische Stimmen sind sich einig, der Film enthält ganz klar rassistische Äußerungen. Besonders die Szene, in der Otto auf einen Dunkelhäutigen, gespielt von Günther Kauffmann, trifft, wird unter die Lupe genommen.

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„Du Neger?“

„Schwarzer Kopf, schwarzer Bauch, schwarze Füß“, sagt Otto in der besagten Szene. Daraufhin zieht Otto seine Socken aus und der farbige GI fragt: „Du Neger?“ Das Stadtmagazin „tip Berlin“ ist sich sicher, dass der Dialog und die Geschichte so nicht mehr gezeigt werden sollten. „An mehreren Stellen im Film werden schwarze Menschen diffamiert“, heißt es vonseiten der Kritiker. „Das N-Wort fällt und es gibt eine ganze Szene, in der Otto gemeinsam mit einem dunkelhäutigen US-Soldaten einen Trickbetrug durchzieht und den afroamerikanischen GI, den er auch noch ‚Herrn Bimbo‘ nennt, einer älteren Dame als Sklaven verkauft.“ 

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Doch die Produktionsfirma Rialto Film, sieht das ganz anders. Der Film sei Satire und man bezeichnet die Szene als „anti-rassistische Komik“. „Wer diese groteske Szene als rassistisch empfindet, bringt offensichtlich ein Vorurteil mit, das sich durch die bloße Nennung bestimmter Begriffe gerechtfertigt wähnt, ohne die Absicht, den Zusammenhang und eine andere Deutung auch nur in Betracht zu ziehen“, heißt es weiter.  

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