Putins Kriegssymbol: Herford verbietet Z-Kennzeichen

Der Landkreis geht gegen die „Z“-Propaganda vor.

, 13:49 Uhr
Putins Kriegssymbol: Herford verbietet Z-Kennzeichen
LeStudio/Shutterstock

Der Kreis Herford verbietet künftig Z-Kennzeichen. Ab sofort werden Kennzeichen mit dem besagten Buchstaben nicht mehr an Autobesitzer oder Fahrzeughändler ausgegeben. Zumindest, wenn er als Wunschkennzeichen einzeln steht. Als Kombination sei die Zulassung weiterhin möglich. Grund dafür ist der Krieg in der Ukraine.

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Denn der Buchstabe Z steht für Putins Angriff auf das Land. Die Zulassungsstelle hat diese strickte Entscheidung am Freitag gegenüber der Deutschen Presse Agentur verkündet. Der Buchstabe Z ist auf zahlreichen russischen Panzern und Militärfahrzeugen zu sehen. Er wird in weißer Farbe auf die Fahrzeuge gemalt.

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Bundesländer gehen gegen „Z“-Propaganda vor

Das Symbol bedeutet „Za Pobedu!“. Übersetzt heißt das „Für den Sieg!“. Doch mit „Z“ werden Bilder voller Leid und Zerstörung verbunden. Das Symbol steht mittlerweile für Tod und Brutalität. Mehrere Bundesländer gehen bereits gegen die sogenannte „Z“-Propaganda vor. Bei der öffentlichen Verwendung des Symbols drohen strafrechtliche Konsequenzen.

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„Wird der Kontext zum Krieg hergestellt mit der Verwendung des weißen Z’s, wie es auf den russischen Militärfahrzeugen zu sehen ist, dann bedeutet das natürlich die Befürwortung des Angriffskrieges. Das wäre strafbar, da schreiten wir auch sofort ein“, erklärte Berlins Innensenatorin Iris Spranger.