Pornoseite xHamster wird gesperrt

Laut Behörden gefährdet die Seite Kinder sowie Jugendliche.

, 08:21 Uhr
Pornoseite xHamster wird gesperrt
Shutterstock M-Production

Mehr als 25 Millionen Menschen besuchen täglich die Porno-Plattform xHamster, doch das hat jetzt ein Ende. Die Kommission für Jugendmedienschutz (KJM) hat einstimmig entschieden, dass die Seite in Deutschland gesperrt werden muss, da Kinder und Jugendliche durch sie gefährdet seien. Bereits im März 2020 wurde das Unternehmen Hammy Media auf Zypern, dass sich hinter „xHamster“ versteckt, verwarnt worden, da die Seite nicht den Jugendschutzregeln entspricht. Minderjährige haben also freien Zugang zu den Sex-Clips, was in Deutschland verboten ist.

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Doch den Betreiber hat diese Verwarnung nicht gekümmert. Der Vorsitzende der KJM verrät: „Da xHamster das nicht tut, greifen wir als letztes Mittel auf Sperrverfügungen zurück. Wir schützen Kinder, nicht das Geschäftsmodell der Pornoindustrie.“ Die Folgen: Deutschlands fünf größte Internetanbieter müssen die Domain der Sex-Seite sperren.

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Das zweite Problem

Zudem ist „xHamster“ zusehends in Verruf geraten, da auf der Seite gehäuft sogenannte Amateur-Pornos hochgeladen werden. Daran ist nicht verwerfliches, jedoch wurden zahlreiche Fälle gemeldet, wo die Personen in den Videos nicht mit der Veröffentlichung einverstanden waren oder überhaupt nichts von dem Video wussten. Oft wurde die Seite auch von Hacker missbraucht, um Videos von Privatrechnern illegal zu verbreiten. Zahlreiche Opfer dieser Veröffentlichungen leiden unter Depressionen, haben sich aus Scham zurückgezogen und mussten Karriere-Rückschläge einstecken.

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In Zukunft muss sich der deutsche User also an Seiten wie Pornhub und Co. halten. Doch auch dort werden regelmäßig illegale Videos veröffentlicht, die das Leben der betroffenen Menschen zerstören. Jedoch ist die Seite kindersicher – man wird vor Eintritt gefragt, ob man die Volljährigkeit erreicht hat.

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