Nordkorea: Schüler wird wegen „Squid Game“ zum Tode verurteilt

Er brachte eine Kopie der südkoreanischen Erfolgs-Serie ins Land und wird nun hart bestraft.

, 18:16 Uhr
Nordkorea: Schüler wird wegen „Squid Game“ zum Tode verurteilt
Noh Juhan/Netflix

Die brutale Netflix-Serie „Squid Game“ sorgt weltweit für Schlagzeilen. Das Survival-Abenteuer aus Südkorea lockte mehrere Millionen Zuschauerinnen und Zuschauer vor den Fernseher. In der Geschichte geht es um 456 Personen, die an tödlichen Spielen teilnehmen. Der Gewinner oder die Gewinnerin darf ein Preisgeld in Höhe von über 33 Millionen Euro mit nach Hause nehmen.

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Nun wurde ein Schüler aus Nordkorea zum Tode verurteilt, weil er eine Kopie der beliebten Serie auf einem USB-Stick ins Land geschmuggelt hatte. „Alles begann letzte Woche, als ein Schüler der Oberstufe heimlich einen USB-Stick mit dem südkoreanischen Drama ,Squid Game‘ kaufte und es mit einem seiner besten Freunde in der Klasse anschaute“, erklärten die Ermittler gegenüber dem Sender „Radio Free Asia“.

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Noh Juhan/Netflix

Tod, lebenslange Haft und Zwangsarbeit

Dies sprach sich schnell rum und einige Interessenten wollten ihm die Serie abkaufen. Schließlich begann der Schmuggler Kopien zu veräußern. Einer der Käufer soll laut „Bild“-Zeitung bereits zu lebenslanger Haft verurteilt worden sein. Sechs Kommilitonen, die die Serie angesehen haben, müssen fünf Jahre Zwangsarbeit verrichten.

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Der Schmuggler wurde zum Tode verurteilt. Ein Erschießungskommando soll die harte Strafe vollstrecken. In Nordkorea herrscht ein striktes Verbot, Produkte aus Südkorea oder aus dem Westen in das Land zu überführen. „Die Regierung nimmt diesen Vorfall sehr ernst und sagt, dass die Ausbildung der Schüler vernachlässigt wurde.“ Der Schulleiter, der Jugendsekretär sowie der Klassenlehrer wurden umgehend entlassen und verbannt. Die Schule wird gründlich nach weiteren ausländischen Medien durchsucht.

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