Neue Theorie: Forscher kämpfen gegen Corona-„Geister“

Die Theorie könnte den Ursprung von Long-Covid erklären.

, 13:44 Uhr
Neue Theorie: Forscher kämpfen gegen Corona-„Geister“
Shutterstock/angellodeco

Seit der Corona-Pandemie haben viele Menschen, die sich mit dem Virus infiziert haben, mit Long-Covid zu kämpfen. Die Nachwirkungen des Virus werfen in der Medizin einige Fragen auf – die Ursache ist wissenschaftlich nämlich nicht bestimmbar. Die Betroffenen klagen über Kopfschmerzen und Atembeschwerden bis hin zu Erschöpfung. Ziemlich belastende Symptome – doch Forscher glauben nun den Grund dafür gefunden zu haben.

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Ein Übersichtsartikel im Fachmagazin „Nature“ hat bekannt gegeben, dass das Coronavirus selbst zu diesem Long-Covid beitragen könnte. Eigentlich war man davon ausgegangen, dass nach der Infektion der Krankheit der Körper von den Viren befreit wäre – doch dem scheint nicht so zu sein. Einige Teile von Sars-CoV-2 können wohl monatelang im Darm der Infizierten überleben, wie unter anderem Forscherin Amin Bhatt herausgefunden hat.

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Virus im Darm?

Sie hatte Stuhlproben von COVID-Patienten untersucht und festgestellt, dass Symptome wie Bauchschmerzen, Übelkeit und Erbrechen damit zusammenhängt, dass die Patienten noch RNA des Virus ausschieden. Diese Virusstücke, auch Corona-„Geister“ genannt, könnten also für Long-Covid verantwortlich sein.

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„Long-Covid könnte die Folge einer anhaltenden Immunreaktion auf Sars-CoV-2 sein“, meint Bhatt – obwohl es „auch sein könnte, dass wir Betroffene mit anhaltenden Infektionen haben, die sich in anderen Nischen als den Atemwegen verstecken, wie im Magen-Darm-Trakt.“