Neue Details im Vermisstenfall Rebecca Reusch

Die Ermittler werteten kürzlich Videoaufnahmen aus.

, 15:17 Uhr
Neue Details im Vermisstenfall Rebecca Reusch
Polizei Berlin

Rebecca Reusch war erst 15 Jahre alt, als sie spurlos verschwand. Seit dem 18. Februar 2019 beschäftigt die Polizei dieser ungelöste Vermisstenfall. Nun wurde kürzlich neues Material ausgewertet und der Staatsanwalt richtete sich mit Details der Ermittlungen an die Öffentlichkeit.

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Die Nacht vor ihrem Verschwinden verbrachte Rebecca im Haus ihrer älteren Schwester in Berlin. Die Ermittler hielten damals den Schwager des Mädchens für verdächtig. Bisher konnte sich dieser Verdacht allerdings nicht bestätigen. Reuschs Familie hält es für möglich, dass Rebecca entführt wurde und an einem unbekannten Ort festgehalten wird. Was genau mit ihr passiert ist, bleibt nach wie vor ein großes Rätsel.

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Nun haben die Ermittler Videomaterial einer Buslinie ausgewertet. Auf diesen Aufnahmen hätte Rebecca zu sehen sein müssen, wenn sie an dem Morgen zur Schule gefahren wäre. Die Ergebnisse zeigen allerdings keine Spur des Mädchens. Außerdem wurde die Überwachungskamera einer Bäckerei ausgewertet. Hätte Rebecca an der Bushaltestelle gestanden, hätten die Aufnahmen dies dokumentiert. Jedoch ist Reusch auch hier nicht zu sehen.

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Rebecca verließ das Haus ihrer Schwester womöglich nie

Wie der „Merkur“ berichtet, konnten mittlerweile alle Zeugenaussagen relativiert werden. Demnach glauben die Beamten, dass Rebecca das Haus ihrer Schwester nicht verlassen hat. Martin Glage äußerte sich 2019 bereits gegenüber der „Bild“ zur Beweislage: „Wir haben keine konkreten Hinweise auf eine Straftat dort im Haus gewinnen können.“

Der Schwager soll am Tag des Verschwindens von Rebecca und einen Tag danach mit dem Auto in Richtung polnische Grenze gefahren sein. Er hat in dieser Gegend Verwandte. Damals suchte man die Leiche des Mädchens im Gebiet nahe der Autobahn: „Wir hatten durch die KESY-Aufnahmen Hinweise darauf, dass möglicherweise die Leiche von Rebecca dorthin verbracht worden sein könnte. Wir haben die Suche deshalb vorwiegend auf diesen Bereich konzentriert.“

Die Suche blieb allerdings erfolglos und der Tatverdacht gegen den Schwager der Vermissten konnte nicht aufrechterhalten werden. Kurze darauf wurde er wieder freigelassen. Das zuletzt ausgewertete Material gibt allerdings erneut Hinweise darauf, dass Rebecca das Haus ihrer Schwester niemals verlassen hat.

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