Nackt schlafen – das sind die Vorteile!

Eine Studie des Journal of Happiness bestätigt: Wer nackt schläft, kann ausgeruhter und zufriedener erwachen! 

29.05.2023, 13:48 Uhr
Nackt schlafen – das sind die Vorteile!
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Die Mehrheit der Deutschen entscheidet sich am Abend für einen flauschigen Pyjama. Doch aufgepasst: Wer sich stattdessen nackt in die frisch gewaschene Bettdecke hüllt, profitiert laut aktuellen Forschungsergebnissen von zahlreichen Vorteilen! 

So erfreut sich nicht nur der Partner an dem Adam-und-Eva-Look. Vielmehr lässt sich zum Beispiel der Gesundheitszustand positiv beeinflussen, der Stoffwechsel anregen und die Hautstruktur verjüngen. Wir erläutern, welche sechs Gründe dafür sprechen, den Schlafanzug wegzulassen und sich fortan splitterfasernackt ins Bett zu begeben! 

Studie verrät, zu welcher Zeit Schlaf gesund ist und zu welcher nicht Studie verrät, zu welcher Zeit Schlaf gesund ist und zu welcher nicht
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Warum sollte ich nackt schlafen?

Nackt zu schlafen, ist unhygienisch und unpraktisch? Mitnichten! Wer bereits mehrfach mit dem Gedanken gespielt hat, nach einem langen Arbeitstag aus dem Business-Outfit zu schlüpfen und direkt nackt ins Bett zu fallen, dürfte eine Nachricht erfreuen: Forscher fanden heraus, dass das Schlafen ohne Pyjama einige Benefits bereithalten kann. 

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Doch ist das Nackt-Schlafen wirklich so gesund? Und wie wirkt sich dies konkret auf den menschlichen Körper aus? Wir liefern Antworten! 

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Nackt schlafen ist gesund und hygienisch

Nacktschläfer unterstützen die Hautgesundheit: Denn wer nachts auf den Schlafanzug verzichtet, schwitzt in der Regel weniger. 

Auf diese Weise verliert der Körper weniger wertvolle Mineralien. Obendrein kann die Vermehrung gesundheitsschädlicher Pilze und Bakterien unterbunden werden. 

Diese bilden sich insbesondere in verschwitzten Zonen in der Intimzone oder an den Füßen. Doch was hilft gegen schwitzige Füße? Die Antwort fällt denkbar einfach aus: Verzichte auf dicke Wollsocken. Ein weiterer Vorteil: Socken mit engem Bund können die Blutzirkulation stören. Aus diesem Grund sollten Socken grundsätzlich vor dem Zubettgehen ausgezogen werden. 

Darüber hinaus kann das Nacktschlafen den Hautzustand verbessern. Denn wer nachts weniger schwitzt, vermeidetlästige Pickel. 

Ein Tipp: Wer eine empfindliche Haut aufweist, sollte darauf verzichten, das Kopfkissen mit einem parfümierten Weichspüler zu waschen. Außerdem schaffen Seide und Satin Abhilfe gegen Pickel, da diese eine optimale Feuchtigkeitsregulation ermöglichen. 

Zudem gilt: Wer nackt schläft, sollte die Bettwäsche mindestens einmal pro Woche austauschen und waschen. 

Nacktschläfer haben eine glücklichere Beziehung

Glück in der Liebe: Trifft Haut auf Haut, ist dies in der Regel der Beginn einer erotischen Session zu zweit. In Langzeitbeziehungen kann das erotische Knistern jedoch allzu schnell verloren gehen. 

So verschwinden Frau und Mann nach der abendlichen Serie im Badezimmer, schlüpfen in die Schlafanzüge, kuscheln sich in die gemütliche Bettdecke und schließen erleichtert die Augen. Doch Rettung naht: Schließlich bietet sich der Abend hervorragend an, um aufregende Minuten zu zweit auszukosten. Die einzige Schwierigkeit besteht darin, das Interesse neu zu entfachen. 

Die Lösung: Wer nackt zu Bett geht, fühlt sich sexy und begehrenswert. Unbekleidet nebeneinander zu liegen, kann demnach die Chance auf Sex erhöhen. Denn die Berührung der Haut erzeugt ein erotisches Knistern und lädt dazu ein, den Körper des anderen zu erkunden. 

Insbesondere Menschen in Langzeitbeziehungen können das Nacktschlafen nutzen, um Körperkontakt aufzubauen und frischen Wind in die Beziehung zu bringen. Und seien wir ehrlich: Nichts wirkt erotischer als das Adam- und Eva-Kostüm. 

Wer die Schlafqualität nach dem Matratzensport erhöhen möchte, greift zu einem ergonomischen Kissen. Der Clou: Das Kopfkissen passt sich an die Körperform an und stützt den Nacken. Schmerzhafte Verspannungen werden so vermieden. 

Nackt schlafen mindert Stress und macht glücklich

Wer häufig an depressiven Verstimmungen leidet oder dem Stress des Alltags entfliehen möchte, sollte häufiger nackt schlafen – und zwar zu zweit. Denn die Berührung der Haut des Partners kann dazu führen, dass Oxytocin ausgeschüttet wird. 

Doch Vorsicht: Das Kuschelhormon wird nur dann produziert, wenn der Partner als anziehend wahrgenommen wird. Das Bindungshormon kann die Entspannung fördern und die Ausschüttung des Stresshormons Cortisol reduzieren. Mit einer beliebigen Person nackt das Bett zu teilen, wirkt sich demnach nicht zwangsläufig positiv auf die Schlafqualität aus.

Gleichzeitig kann Oxytocin zur Stärkung des Immunsystems beitragen. Der Grund: Studien weisen laut Suphansa Sawamiphak vom Max Delbrück Center darauf hin, dass das Herz, Gehirn und die Gefäße maßgeblich daran beteiligt sind, den Blutdruck zu regulieren. Ein hoher Blutdruck könne dazu führen, dass diese ihre Regulationsfähigkeit einbüßen.

Sawamiphak untersuchte die Larven der Zebrafische. In diesem Kontext konnte nachgewiesen werden, dass ein permanenter Bluthochdruck die Entstehung von Immunzellen auf der Gefäßoberfläche begünstigen kann.

Diese tragen bei gesunden Menschen dazu bei, dass Erreger abgewehrt werden. Liegt ein Bluthochdruck vor, erfüllen die Immunzellen jedoch den gegenteiligen Effekt und schwächen die Gefäßwände.

Die gute Nachricht: Durch den Verzicht auf die Schlafbekleidung können der Blutdruck und das Immunsystem beeinflusst werden. Auf diese Weise schützen sich Nacktschläfer unter Umständen vor Erkrankungen der Organe und Gefäße.

Nacktschlafen heizt den Stoffwechsel an

Im Schlaf Kalorien verbrennen: Im nächtlichen Ruhezustand verbraucht der Körper fast so viele Kalorien wie im Wachzustand. So können nachts circa 0,9 Kilokalorien pro Kilogramm Körpergewicht verbrannt werden. Eine Person, die ein Körpergewicht von 70 Kilogramm auf die Waage bringt, kann demnach circa 500 Kilokalorien pro Nacht verbrennen. 

Die meisten Kalorien verbrauchen Schlafende in der Rapid-Eye-Movement-Sleep-Phase (REM-Phase). Die REM-Phase nimmt 20 bis 25 Prozent des Schlafs ein. Der höchste Kalorienverbrauch findet in der zweiten Schlafphase vor dem Erwachen statt. 

Um die REM-Phase zu verlängern, sollte die Raumtemperatur circa 18 Grad Celsius betragen. Zudem sollte das Schlafzimmer abgedunkelt werden.

Ein fester Schlafrhythmus und regelmäßige Sporteinheiten können sich ebenfalls unmittelbar auf die Schlafqualität auswirken. Des Weiteren sollte der Blick auf das Smartphone- oder Tablet-Display kurz vor dem Schlafen vermieden werden, um innerhalb kurzer Zeit einschlafen zu können. 

Wer in einer kühlen Umgebung zu Bett geht und zusätzlich nackt schläft, erhöht den Kalorienverbrauch. Denn um die Kerntemperatur von 36 Grad Celsius und lebenswichtige Körperfunktionen aufrechtzuerhalten, benötigt der Körper viel Energie. In diesem Kontext sprechen Experten von dem Grundumsatz. 

Der Grundumsatz bezieht sich auf die Versorgung von Organen wie die Lunge, die Leber oder die Nieren. Sind diese aktiv, führt der Körper den Zellen Nahrung in Form von Adenosintriphosphat (ATP) zu. ATP gewinnt der Körper zum Beispiel aus Kohlenhydraten aus der Nahrung. Dabei kann es sich zum Beispiel um Glukose handeln. 

Nackt schlafen verringert unangenehme Körpergerüche

Es müffelt? Nachtschweiß-Patienten weisen eine übermäßige Schweißproduktion auf. Beim Aufwachen klebt der Pyjama unangenehm an der Haut und die Bettdecke und der Schlafanzug verströmen einen unangenehmen Geruch. 

Ein weiterer Nachteil: Nachtschweiß kann sich negativ auf die Schlafqualität auswirken und dazu führen, dass sich Betroffene am Morgen ausgelaugt fühlen. 

Aber auch eine heiße Sommernacht birgt die Gefahr, dass der Körper vermehrt schwitzt und sich der Schweiß im Bett ansammelt. Darüber hinaus kann der Genuss von scharfen Speisen mit Chili Schweißausbrüche begünstigen. 

Wer dazu neigt, im Intimbereich und am Po zu schwitzen, kann die nächtliche Schweißproduktion durch den Verzicht auf den Pyjama minimieren. Auf diese Weise lassen sich unangenehme Körpergerüche vermeiden. 

Schließlich sammelt sich der Schweiß bevorzugt in Hautfalten und sorgt hier für einen fiesen Geruch. Ein Tipp: Das Nacktschlafen ersetzt die morgendliche Dusche nicht.

Nackt schlafen verhilft zu schöner Haut

Seien wir ehrlich: Nackt zu schlafen, verhilft nicht zu einem jugendlichen Aussehen. Doch eine Studie der Stanford University belegt, dass das Schlafen ohne Kleidung den Hautzustand positiv beeinflussen kann. 

So schüttet der menschliche Körper im Schlaf das Antioxidans Melatonin aus, das freie Radikale bekämpfen kann. Eine kühle Umgebung kann den Effekt unterstützen. Wichtig ist, dass der Raum abgedunkelt wird und die Raumtemperatur unter 21 Grad Celsius beträgt. 

Dabei gilt: Um Pickel zu vermeiden, sollte die Bettwäsche regelmäßig gewechselt werden. Denn ein schweißgetränktes Kissen oder eine klamme Bettdecke bergen zahlreiche Bakterien und Pilze. 

Zugleich können Hitzepickel vermieden werden. Die lästigen Unebenheiten entstehen nämlich, wenn die Schweißdrüsen das Sekret über den Schweißdrüsengang an die Oberfläche der Haut transportieren.

Ist der Schweißdrüsengang verstopft, kann das Sekret nicht abfließen. Hitzepickel entstehen. 

FAQ – Vorteile für Nacktschläfer 

Ist es gesünder, ohne Unterwäsche zu schlafen?

Nackt zu schlafen, kann die Schweißproduktion reduzieren und den Stoffwechsel anregen. 

Warum sollte man einen Schlafanzug anziehen?

Ein Schlafanzug saugt den Nachtschweiß auf. Wer sein Bett jedoch einmal pro Woche neu bezieht, kann auch als Nacktschläfer hygienische Bedingungen schaffen. 

Das Fazit – deswegen lohnt es sich, nackt zu schlafen

Schweißansammlungen adé: Wer zu Nachtschweiß neigt, sollte den Pyjama in den Kleiderschrank verbannen und künftig nackt zu Bett gehen. Denn Nacktschläfer verhindern, dass sich Schweiß in den Hautfalten absetzt. Bakterien und Pilze können sich somit nicht vermehren. 

Gleichzeitig kann das Nacktschlafen die Erotik in der Partnerschaft fördern, Stress reduzieren und den Stoffwechsel anregen. Außerdem können fiese Körpergerüche vermieden und der Hautzustand verbessert werden.