Nach Vergewaltigung 15-Jähriger: Morddrohungen gegen die Verdächtigen

Im Internet wurde zur Selbstjustiz aufgerufen. Nun ermittelt die Kripo.

, 09:12 Uhr
Nach Vergewaltigung 15-Jähriger: Morddrohungen gegen die Verdächtigen

Im September 2020 wurde eine angetrunkene 15-Jährige im Hamburger Stadtparkt vergewaltigt. Ganze 12 Männer sollen an der schrecklichen Tat beteiligt gewesen sein. Die Verdächtigen sind zwischen 17 und 21 Jahre alt. Sie zerrten das Mädchen in ein Gebüsch und missbrauchten sie anschließend zwei Stunden lange sexuell. Wie unter anderem die „Bild“-Zeitung berichtet, soll die Tat sogar gefilmt worden sein. Neun verschiedene Spermaspuren seien gefunden worden.

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Obwohl die Ermittlungen gegen die Verdächtigen andauern, befinden sie sich momentan alle auf freiem Fuß. Die Öffentlichkeit ist schockiert über diesen Fall. So sehr, dass nun einige Telegram-Nutzerinnen und Nutzer in einem Gruppenchat zur Selbstjustiz aufriefen.

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Kripo ermittelt

In dem besagten Chat sollen rund 400 User Morddrohungen ausgesprochen haben. Bei Instagram tauchte außerdem ein Account auf, der die Namen und Daten der Verdächtigen preisgab. „Sterben sollen diese Ratten“ und „Diese Jungs sind tot“ ist unter anderem in dem Chat-Verlauf zu lesen. Zudem ging eine Petition in den sozialen Medien viral. Doch anstatt zu erreichen, dass die Täter eine gerechte Strafe erhalten, wird nun gegen die Personen ermittelt, die unter anderem den Instagram-Account ins Leben gerufen haben.

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„Der Instagram-Account sowie die Petition sind uns bekannt. Die zuständige Kriminalpolizei hat Ermittlungen aufgenommen, die derzeit noch andauern. Hierbei wird auch geprüft, ob gegebenenfalls Strafverfahren einzuleiten sind“, sagte die Kripo laut „MOPO.de“.

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