Nach Streit um Maskenpflicht: Tankstellen-Kassierer erschossen

Ein 49-Jähriger tötete den Kassierer einer Tankstelle, nachdem dieser ihn auf die Maskenpflicht aufmerksam gemacht hatte.

, 22:11 Uhr
Nach Streit um Maskenpflicht: Tankstellen-Kassierer erschossen

Ein Streit an einer Tankstelle in Idar-Oberstein endete kürzlich in einer Eskalation. Ein 49-Jähriger soll den Kassierer der Tankstelle erschossen haben, nachdem die beiden in einer Diskussion über die Maskenpflicht aneinandergeraten waren.

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Den bisherigen Ermittlungen zufolge wollte der Mann am Samstagabend einen Kasten Bier in der Tankstelle kaufen. Beim Betreten des Verkaufsraums trug er allerdings keine Maske. Daraufhin soll ihn der Kassierer auf die geltende Maskenpflicht aufmerksam gemacht haben. Schließlich verließ der 49-Jährige drohend die Tankstelle.

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Die Situation eskalierte

Wie der „SWR“ berichtet, soll der Mann gegen 21:45 zurückgekehrt sein. Diesmal trug er zwar einen Mund-Nasen-Schutz, er nahm ihn an der Kasse allerdings wieder ab. Erneut machte ihn der 20-jährige Kassierer auf die Einhaltung der Pflicht aufmerksam. Dann eskalierte die Situation. Berichten der Staatsanwaltschaft zufolge habe der Verdächtige einen Revolver gezogen und den Studenten erschossen. Anschließend sei er zu Fuß geflüchtet.

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Mittlerweile konnte der Täter verhaftet werden und befindet sich in Untersuchungshaft. Die Beweggründe seien unter anderem die hohe Belastung der Coronakrise gewesen. Der Mann habe „keinen anderen Ausweg gesehen“. Er soll sich in die Ecke gedrängt gefühlt haben und ließ den ganzen Frust über die geltenden Einschränkungen an seinem unschuldigen Opfer aus. „Das ist auf jeden Fall ein besonderer Fall: Wir haben weder im Polizeipräsidium Trier noch im Land Rheinland-Pfalz eine solche Tat gehabt, die einen Zusammenhang zu Corona vermuten lässt“, erklärten die Beamten gegenüber der Presse.

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