Nach Rassismus-Streit: Europapark schließt Afrika-Floßfahrt

Die Dschungelwelt im Europapark soll umgebaut werden.

, 14:12 Uhr
Nach Rassismus-Streit: Europapark schließt Afrika-Floßfahrt
IMAGO / Geisser
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Der Europapark in Rust hat sich nach einer langen Rassismus-Debatte dazu entschlossen, die Attraktion „Afrika-Floßfahrt“ zu schließen. Aus der Dschungelwelt soll stattdessen ein Klein-Österreich werden.

Kritiker äußerten sich zu der afrikanischen Fantasielandschaft. Denn die afrikanischen Einwohnerinnen und Einwohner wurden „klischeehaft“ dargestellt. Außerdem soll sich die Attraktion auf eine verharmlosende Weise auf die Kolonialzeit bezogen haben. Eine Imbissbude hieß beispielsweise „Colonial Food Store“. Hinzu kam die Figur eines Weißen, der in einen Safari-Anzug der Kolonial-Herrenmode gesteckt wurde. Im starken Gegensatz dazu wurden die Einheimischen in ihrer traditionellen Tracht bei einfachen Arbeiten präsentiert.

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Klein-Österreich statt Dschungellandschaft

Diese Darstellung gilt als veraltet. Neben den Kritikern bemängelten zahlreiche Gäste die bekannte Attraktion. Denn es handele sich um eine romantisierende Darstellung einer Zeit der Unterdrückung und Ausbeutung. „Nichts ist beständiger als der Wandel“, kommentierte Michael Mack die geplanten Veränderungen auf Twitter.

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„Grundsätzlich gesagt liegt die Stärke des Europa-Parks darin, dass es keinerlei Stillstand gibt, ständig Attraktionen erneuert werden oder sogar neu entstehen. So ist es jetzt mit der Dschungel-Floßfahrt, deren komplette Neugestaltung bereits vor mehreren Jahren beschlossen wurde. Durch Corona wurden die Pläne verzögert“, äußerte sich außerdem eine Sprecherin des Europaparks zu dem Thema. Der Umbau soll zum Saisonstart 2023 fertiggestellt sein.

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