Nach Mordfall in Argentinien: Papagei gilt als einziger Zeuge

Ein Papagei wiederholte immer wieder die letzten Sätze des Opfers.

, 01:46 Uhr
Nach Mordfall in Argentinien: Papagei gilt als einziger Zeuge

Seit Montag stehen in Argentinien zwei Männer wegen eines Mordfalls vor Gericht. Wie die „Bild“-Zeitung berichtet, sollen sie die 46-jährige Elizabeth Alejandra Toledo im Jahr 2018 vergewaltigt und anschließend getötet haben. Die Frau lebte in einem Vorort von Buenos Aires. Nun müssen die Verdächtigen aussagen. Die Schwierigkeit an dem Fall ist allerdings, dass ein Papagei als einziger Zeuge der Tat gilt.

Anzeige

Toledo hatte gemeinsam mit den zwei Verdächtigen ein Haus gemietet, in dem sich das Verbrechen zugetragen haben soll. Laut Staatsanwaltschaft wurde der Tatort bis zum Eintreffen des Gerichtsmediziners von einem Polizisten bewacht. Als dieser Schreie aus dem Haus hörte, ging er hinein und wurde auf den Papagei aufmerksam. Die Ermittler nehmen an, dass der Vogel Elizabeths letzten Satz wiederholte, den sie sagte, kurz bevor man ihr das Leben nahm.

Anzeige

 „Bitte lass mich gehen!“

„Oh bitte, lasst mich gehen, oh nein“, schrie der Papagei immer wieder. Als einer der Verdächtigen aus dem Haus floh, soll ein Nachbar außerdem gehört haben, wie der Vogel sagte: „Warum hast du mich geschlagen?“ Neben den Hinweisen, die der Papagei der Staatsanwaltschaft zur Verfügung stellte, wurden außerdem DNA- und Zahnspuren am Körper der Toten gefunden, die auf einen der Verdächtigen schließen lassen.

Anzeige

Nun droht den Angeklagten eine lebenslange Haftstrafe wegen Missbrauchs und Mordes.

Nächster Artikel