Nach Kindesentführung in Paraguay: Flüchtige melden sich zu Wort

Die mutmaßlichen Entführer haben ein Video aufgenommen.

, 12:30 Uhr
Nach Kindesentführung in Paraguay: Flüchtige melden sich zu Wort
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Seit einigen Monaten werden zwei deutsche Mädchen vermisst, die mutmaßlich nach Paraguay verschleppt worden sein sollen. Die Mädchen Clara und Lara wurden von jeweils einem Elternteil entführt, das jeweils andere Elternteil wurde nicht informiert. Die Kinder sind keine biologischen Geschwister, beide Kinder stammen aus verschiedenen Ehen. Die jeweiligen Ex-Partner hatten die Eltern über diese Flucht ins Ausland nicht informiert. Interpol fandet mittlerweile nach dem Vater Andreas Egler, dem Kindesentziehung vorgeworfen wird. Die Suche hat die Behörden nach Paraguay geführt, wo der Verdächtige ein Auto gemietet haben soll.

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Zudem hat er bereits die Flucht ins Ausland in einem Brief an seine Ex-Frau Anne Reiniger-Egler gestanden. Dort meinte er, dass er mit seiner neuen Frau/Mutter des anderen Mädchens auf dem Weg zu einer Siedlung deutscher Corona-Impfgegner sei. Mittlerweile hat seine Ex-Frau jedoch die Öffentlichkeit in die Suche nach den Kindern miteinbezogen und es geschafft, dass sich die mutmaßlichen Entführer samt ihrer Mädchen per Videobotschaft melden.

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Daniel Duarte / AFP

Verwirrende Videobotschaft

„Es gibt Neuigkeiten über die deutschen Mädchen, sie äußern sich in einem Video“, verriet die Staatsanwältin Carina Sánchez. „Wir haben Videoaufnahmen erhalten, auf denen die zwei Kinder zu sehen sind. Den Hintergrund können wir aber nicht nutzen, um ihren Aufenthaltsort zu bestimmen.“ In dem Video sitzen die zehn- und elfjährigen Mädchen mit ihren Eltern vor einer weißen Wand und bitten darum, nicht mehr gesucht zu werden.  „Ich will, dass die Welt weiß, dass ich freiwillig mitgekommen bin und nicht entführt worden bin“, meint eine von ihnen.

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