Nach häuslicher Gewalt: Millionenstrafe für Jérôme Boateng

Der Fußballspieler wurde von einem Münchner Gericht verurteilt.

, 15:52 Uhr
Nach häuslicher Gewalt: Millionenstrafe für Jérôme Boateng

Der ehemalige Fußballnationalspieler Jérôme Boateng musste sich kürzlich vor Gericht verantworten. Seine Ex-Lebensgefährtin wirft dem 33-Jährigen Körperverletzung vor. In einem Karibikurlaub soll es zu dem Vorfall gekommen sein. Obwohl Boateng die Anschuldigungen zurückwies und eine andere Version der Geschichte erzählte, wurde er schließlich von einem Münchner Gericht zu einer Geldstrafe von 1,8 Millionen Euro verurteilt.

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Boateng muss die Geldstrafe in Tagessätzen von 30.000 Euro zahlen. Dies gilt als höchstmöglicher Tagessatz. Wie der „Stern“ berichtet, soll er seine Ex-Freundin im Jahr 2018 schwer attackiert haben. Im Rahmen eines Streits sei er angeblich auf die junge Frau losgegangen, habe sie geschlagen und geboxt. „Er hat an meinen Haaren gerissen, mir dann in den Kopf gebissen“, erklärt sie vor Gericht.

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Celso Pupo / Shutterstock.com

„Opfer häuslicher Gewalt“

Anschließend sei sie auf den Boden gefallen und Boateng habe sie so stark „in die Niere geboxt“, dass sie kaum noch atmen konnte. Dann soll er sie bespuckt und beleidigt haben. Jérôme wies die Vorwürfe zurück und sagte, er habe seine Ex-Freundin nicht geschlagen. Er räumte allerdings ein, dass es zu einem Streit kam. Seine damalige Lebensgefährtin sei aggressiv auf ihn losgegangen und er habe sie abgewehrt, dabei wäre sie schließlich zu Boden gefallen.

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Die Staatsanwältin Stefanie Eckhart bezeichnete die Frau als „Opfer häuslicher Gewalt“ und sagte laut „T-Online“ außerdem, dass die beiden sich in einer „toxischen Beziehung“ befanden, der auch Boateng zum Opfer fiel. Das Gerichtsurteil gilt noch nicht als rechtskräftig.

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