Mysteriöses Signal aus dem Weltall: Forscher empfangen seltsamen „Herzschlag“

Die Forscher stehen vor einem Rätsel.

, 14:57 Uhr
Mysteriöses Signal aus dem Weltall: Forscher empfangen seltsamen „Herzschlag“
Shutterstokc/Zakharchuk

Das Weltall ist wohl das faszinierendste Forschungsgebiet in der gesamten Wissenschaft. Nichts ist so unerforscht wie die zahlreichen Galaxien, die es neben unserer gibt. Und so stolpern Wissenschaftler immer wieder über neue Entdeckungen und Erkenntnisse, die unser Weltbild grundlegend verändern. Dazu zählt man auch ein neues Signal aus dem Weltall, das Forscher vor ein großes Rätselt stellt. Dieses hat es nämlich bisher noch nie so gegeben und weist einen unglaublich seltsamen Rhythmus auf.

Anzeige

Dieser FRB (Fast Radio Burst – zu Deutsch: Schneller Radioblitz) wurde von Forschern vom MIT aufgezeichnet. Erst seit dem Jahr 2007 beschäftigt man sich mit diesen Radioblitzen, dementsprechend wenig weiß man über dieses Forschungsgebiet. Seit 2007 hat man hier jedoch schon 800 solcher Blitze aus dem Weltall untersucht wobei, die meisten davon sehr kurz waren. Das neue Signal, FRB 20191221A, dauert jedoch geschlagene 3 Sekunden an und ist damit 1000-mal länger als seine Vorgänger. Zudem wiederholt es sich alle 0,2 Sekunden – etwas, dass es noch nie gegeben hat.

Anzeige
Shutterstock/Zakharchuk

Wie ein Herzschlag

„[…] Es gab periodische Spitzen, die erstaunlich präzise waren und die in jedem Sekundenbruchteil ausgesondert wurden – bumm, bumm, bumm – wie ein Herzschlag. Das ist das erste Mal, dass ein Signal periodisch ist“, so Daniele Michilli, der führende Autor der Studie.

Anzeige

Dieser Radioblitz, der fast einem Herzschlag gleichkommt, wird vermutlich von einem Neutronenstern erzeugt, vermuten die Wissenschaftler. Entweder stammt er von einem Pulsar (ein schnell rotierender Neutronenstern) oder von einem Magnetar (ein Neutronenstern mit sehr kräftigen Magnetfeldern). Da der Radioblitz jedoch sehr viel heller als seine Vorgänger ist, vermutet man, dass er von einem sehr viel dunkleren Stern kommen müsste, was den Wissenschaftlern viel über die Umgebung aussagt. Zudem muss sich der Stern in der unmittelbaren Umgebung einer „extrem turbulenten“ Plasmawolke befinden. Die Forscher wollen nun nach weiteren Vorkommnissen dieser Art suchen.