„Menschenverachtende Brutalität“: Missbrauchskomplex Wermelskirchen sorgt für Entsetzen

Die Opfer waren zum Teil erst einen Monat alt.

, 10:12 Uhr
„Menschenverachtende Brutalität“: Missbrauchskomplex Wermelskirchen sorgt für Entsetzen
B.DPunkt/Shutterstock

Der Missbrauchskomplex aus Wermelskirchen sorgt aktuell für großes Entsetzen. Die Ermittler der Kölner Polizei sprachen nun über das wahre Ausmaß und gaben Details über die Täter preis.

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„Ich bin wirklich erschüttert und fassungslos“, erklärte der Polizeipräsident Falk Schnabel. „Ein solches Ausmaß an menschenverachtender Brutalität und gefühlloser Gleichgültigkeit gegenüber dem Leid von kleinen Kindern, ihren Schmerzen und Schreien und ihrer offensichtlichen Angst ist mir noch nicht begegnet“, betonte er gegenüber der Presse. Der Beamte war sichtlich schockiert über die Enthüllungen.

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Opfer waren zum Teil erst einen Monat alt

Im Mittelpunkt steht der 44-jährige Marcus. Er sitzt seit Dezember letzten Jahres in U-Haft. Über mehrere Jahre hinweg soll er zehn Jungen und zwei Mädchen im Alter zwischen einem Monat und 14 Jahren missbraucht haben. Er fotografierte und filmte seine Taten. Auch Kinder mit Behinderung sollen unter den Opfern gewesen sein. Die Hälfte der Betroffenen war weniger als drei Jahre alt.

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Der Täter gab sich über eine Onlineplattform als Babysitter aus, um seine Opfer kennenzulernen. Er betreute einige Kinder jahrelang. Größtenteils wurden die Vorwürfe von Marcus R. eingeräumt. Aktuell wird eine Anklage vorbereitet. Durch große Datenmengen, die in der Wohnung des Täters gefunden wurden, konnte mehr als 70 Tatverdächtige aus über 14 Bundesländern identifiziert werden. Marcus tauschte sich über die Missbrauchsaufnahmen mit den Verdächtigen aus. Einige von ihnen vergriffen sich teilweise auch selbst an Kindern.

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