Mann fährt am Ku’damm in Schülergruppe – neue Details

Die Feuerwehr musste unter anderem die Opferzahl korrigieren.

, 01:13 Uhr
Mann fährt am Ku’damm in Schülergruppe – neue Details
IMAGO / Stefan Zeitz

Am Mittwochmorgen wurden die Medien von einer Schreckensnachricht aus Berlin überrascht – ein 29-Jähriger ist mit seinem Auto in eine Menschengruppe in der Tauentzienstraße gefahren. Dieser tragische Vorfall fand keine 100 Meter Luftlinien vom Breitscheidplatz entfernt, wo sich sechs Jahre zuvor ein Terroranschlag ereignet hatte. Handelt es sich auch bei dem 29-Jährigen um einen Terroristen? Wie viele Opfer gibt es? Mittlerweile konnten die Behörden neue Details preisgeben.

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Der Fahrer ist wohl gegen 10.26 Uhr in seinem Renault-Kleinwangen auf dem Bürgersteig des Ku’damms in die Menschengruppe gefahren. Begonnen hat die tragische Fahrt an der Straßenecke Ku’damm und Rankenstrasse, bis er die Menschengruppe erreichte – dann fuhr er zurück auf die Kreutzung in Richtung Wittenbergplatz, kam wieder auf den Bürgersteig und krachte an der Ecke Marburger Straße in ein Schaufenster von Douglas. „Der Fahrer fuhr mit seinem Wagen auf dem Gehweg, musste dann einem abbiegenden Fahrzeug ausweichen, fuhr dann durch die Schaufensterscheibe in ein Geschäft und dort kam er erst zum Stehen“, so der Polizeisprecher Thilo Cablitz.

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IMAGO / Stefan Zeitz

Zahlreiche Opfer

Die Feuerwehr ließ zuerst verlauten, dass es sich um fünf lebensgefährlich Verletzte handeln würde, mittlerweile ist jedoch von sechs die Rede. Zusätzlich gibt es drei Schwerverletzte sowie mehrere Leichtverletzte – auch eine Schülergruppe aus Nordhessen soll unter den Opfern sein. Eines der Opfer, eine Frau, ist bereits verstorben.

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Bei dem Fahrer handelt es sich um einen 29-jährigen Deutsch-Armenier. „Wir klären jetzt gerade noch auf, ob er mit seinem eigenen Fahrzeug gefahren ist, sich eines anderes bedient hat oder es sogar geklaut haben könnte“, so der Polizeichef. Der Polizei war er wohl bereits bekannt, jedoch nicht wegen Extremismus. „Im Moment keine Hinweise auf politische Tat“, erklärte die Polizeipräsidentin Barbara Slowik.