Lehrerin suspendiert, weil sie Trans-Schüler falsch ansprach

Die Lehrerin zog nun vor Gericht.

, 16:46 Uhr
Lehrerin suspendiert, weil sie Trans-Schüler falsch ansprach
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In den USA wurde eine Lehrerin suspendiert, da sie einen transsexuellen Schüler falsch ansprach. Diesen drastischen Schritt wollte sie sich jedoch nicht gefallen lassen und zog kürzlich vor Gericht.

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Pamela Ricard war an einer Mittelschule tätig, an der gewöhnlich Kinder zwischen 11 und 13 Jahren unterrichtet werden. Im Mathematikunterricht sprach sie einen Schüler mit „Fräulein“ an. Kurz darauf erhielt sie eine Beschwerdemail in der es hieß, dass das Kind zwar als Mädchen geboren wurde, sich jedoch wie ein Junge fühlt und seinen Vornamen geändert hat. Demnach hätte sie das Kind mit „er“ ansprechen müssen.

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Lehrerin verwendet falsches Pronomen

Daraufhin verzichtete die Lehrerin ganz auf ein Pronomen und sprach das Kind nur noch mit dem Nachnamen an. Es entstand eine Debatte und man stellte sie als „transfeindlich“ dar. Schließlich wurde die Lehrerin für drei Tage suspendiert. Man forderte sie auf, ihre Schüler korrekt anzusprechen und drohte mit Kündigung. Sie erklärte jedoch, dass diese neuen Regeln nicht mit ihren christlichen Überzeugungen vereinbar seien.

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Eine rechtlich-endgültige Entscheidung wurde allerdings nicht gefällt, da man sich auf einen außergerichtlichen Vergleich geeinigt hatte. Die Schulbehörde wollte einen Prozess vermeiden, da die Erfolgschancen äußerst gering ausfielen. Nun erhält die Lehrerin 95.000 Dollar Entschädigung. Im Rahmen einer Vor-Verhandlung wurde jedoch festgelegt, dass die Lehrerin ihre Schüler zwar mit dem neuen Vornamen ansprechen solle, jedoch auf das Pronomen verzichten könne. Mittlerweile arbeitet Ricard in einem anderen Bundesstaat. Ihre Akte wurde bereinigt und sie gilt als rehabilitiert.