Laut Studie: Das hilft wirklich bei Stress

Laut der Studie des Max-Planck-Instituts kann eine bestimmte Sache nachweislich helfen.

, 14:42 Uhr
Laut Studie: Das hilft wirklich bei Stress
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Wer im Job und im Alltag gestresst ist, greift gerne auf Yoga und Meditation zurück. Beiden Tätigkeiten wird eine stressreduzierende Wirkung nachgesagt. Jetzt gibt es erst mal einen wissenschaftlichen Beleg dafür, dass mentales Training eine beruhigende Wirkung haben kann.

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Zwar haben unterschiedlichste Studien bereits darauf hingedeutet, dass sich Menschen mit Meditation und einem Achtsamkeits-Training besser fühlen, bisher konnte aber nicht ermittelt werden, inwieweit die Übungen zur Stressreduzierung beitrugen. Die Untersuchungen beruhten auf der Selbstauskunft von Probanden und Probandinnen, die vor und nach den Übungen einen Fragebogen ausfüllen sollten. Es bestand also die Gefahr der Verzerrung, wie Lara Puhlmann, Erstautorin der im Fachmagazin Psychosomatic Medicine veröffentlichten neuen Stress-Studie erklärt: „Wird man nach einem als stressreduzierend deklarierten Training gefragt, ob man gestresst ist, kann bereits die Auseinandersetzung mit dieser Frage die Aussagen verzerren.“

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Wissenschaftlicher Beweis: Cortisol als Stressindikator

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Wie konnte nun der wissenschaftliche Beweis erbracht werden? Die Forschenden des Max-Planck-Instituts für Kognitions- und Neurowissenschaften in Leipzig und die Forschungsgruppe Soziale Neurowissenschaften der Max-Planck-Gesellschaft in Berlin bedienten sich beim Cortisol im Haar als Indikator für das Stresslevel. In der Studie heißt es:

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„Cortisol ist ein Hormon, das ausgeschüttet wird, wenn man sich zum Beispiel mit einer überwältigenden Herausforderung konfrontiert sieht. In der jeweiligen Situation hilft es, den Körper in Alarmbereitschaft zu versetzen und Energie zu mobilisieren, um die Herausforderung zu bewältigen. Je länger der Stress anhält, umso länger zirkuliert eine erhöhte Konzentration von Cortisol im Körper – und desto mehr sammelt sich davon im Haar an.“

Die Teilnehmenden führten sechs Tage die Woche ein 30-minütiges Training aus. Alle drei Monate wurde bei ihnen die Cortisol-Menge in den ersten drei Zentimetern ihres Haares gemessen. Schon nach den ersten drei Monaten zeigten sich leichte Effekte. Nach sechs Monaten sank im Durchschnitt die Cortisol-Menge um 25 Prozent. Daraus folgern die Forscher und Forscherinnen, dass erst ein langzeitiges Training zu einer bemerkbaren Stressreduzierung führt.