Kriminologe sieht „Squid Game“ als Gefährdung für Kinder

Christian Pfeiffer warnt davor, dass Kinder durch die brutale Handlung der Serie beeinflusst werden.

, 09:24 Uhr
Kriminologe sieht „Squid Game“ als Gefährdung für Kinder

Die Netflix-Serie „Squid Game“ sorgte für einen weltweiten Hype. Die Begeisterung ist so groß, dass die gefährlichen Spiele vielerorts sogar nachgestellt werden. Regisseur Hwang Dong-hyuk hat bereits eine zweite Staffel geplant. Doch der brutale Inhalt des Streaming-Highlights hat seine Schattenseiten.

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Kinder, die die Serie nachstellen wollten, verletzten sich bereits so schwer, dass sie in ein Krankenhaus eingeliefert wurden. Auch auf den Schulhöfen wurden die gefährlichen Games nachgeahmt. Dies hatte Prügeleien und Diskriminierung zur Folge. Nun äußerte sich Kriminologe Christian Pfeiffer zu der Auswirkung der Serie auf die Entwicklung von Kindern.

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Noh Juhan/Netflix

Eltern müssen wachgerüttelt werden

Er ist laut dem „Tagesspiegel“ der Meinung, dass es korrekt sei, wenn Erzieherinnen und Lehrer Alarm schlagen. Pfeiffer sagt, dass die emotionale Kraft der Bilder, bei Kindern viel stärkere Konsequenzen auslösen würden als bei Erwachsenen. Da in der Serie die Verlierer der Spiele der Reihe nach getötet werden, sei dies nicht unbedenklich.

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Nicht nur das Spielverhalten, sondern auch die Entwicklung der Persönlichkeit können dadurch beeinflusst werden: „Jetzt müssen die Medien darüber intensiv berichten, damit die Eltern wachgerüttelt werden.“ Auch wenn „Squid Game“ erst ab 16 Jahren freigegeben wurde, schauen sich einige jüngere Kinder die Story trotzdem an: „Die Eltern allein sind da auf verlorenem Posten. Wenn Max es verboten bekommt, geht er zu seinem Freund Moritz, bei dem die Eltern nicht so rigoros sind.“

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