Krebserregende Schadstoffe: Warnung vor Papierstrohhalmen

Die Stiftung Warentest veröffentlichte neue Untersuchungsergebnisse über Papierstrohhalme.

, 05:44 Uhr
Krebserregende Schadstoffe: Warnung vor Papierstrohhalmen
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Expertinnen und Experten warnen vor Papierstrohhalmen. Eigentlich sollen sie dafür sorgen, dass weniger Plastikmüll entsteht und die Umwelt geschont wird. Diesen Zweck mögen die Halme zwar erfüllen, allerdings schaden sie den Konsumenten.

Besonders beliebt waren sie bei den Käuferinnen und Käufern bisher nicht. Dies lag vor allem daran, dass sie als unstabil gelten. Nun äußerte sich die Stiftung Warentest zu den Trinkhalmen und deckte ihre Gesundheitsschädlichkeit auf. In den Papierhalmen sollen sich Schadstoffe befinden, die sogar krebserregend sind. Dies liegt unter anderem daran, dass die Hersteller den Halmen Harze zusetzen, die für mehr Stabilität sorgen sollen.

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Stiftung Warentest veröffentlicht neue Untersuchung

Der Konsumentenschutz der Arbeitskammer Oberösterreich testete in diesem Zusammenhang elf Papiertrinkhalme.  In jedem der Produkte wurde das möglicherweise krebserregende Monochlorpropandiol (3-MCPD) nachgewiesen. Die Stiftung Warentest warnte nun in ihrer Novemberausgabe vor den besagten Produkten. Im Jahre 2020 untersuchten Experten des Chemischen- und Veterinäruntersuchungsamts Münsterland-Emscher-Lippe bereits 64 Trinkhalme und entdeckten die schädlichen Stoffe in rund der Hälfte der Produkte. Zusätzlich fiel ihnen laut „Ruhr24“ in jedem fünften Halm Dichlorpropanol (1,3-DCP) auf.

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Da die Papierstrohhalme wasserlöslich sind, sei die Gefahr groß, dass die schädlichen Stoffe in den Körper gelangen. Die Experten sagten, dass die Halme „nicht den für den deutschen Markt verbindlichen Qualitätsstandards für den Lebensmittelkontakt“ entsprächen.

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