Kostenpflichtig: Netflix geht gegen Account-Teiler vor

User, die ihren Account unerlaubterweise mit anderen teilen, müssen nun blechen.

, 15:09 Uhr
Kostenpflichtig: Netflix geht gegen Account-Teiler vor
Shutterstock/Daniel Avram

Warum sich ein eigenes Netflix-Abo besorgen, wenn man sich auch eins mit dem besten Freund teilen kann? So scheinen viele User des Streaming-Dienstes zu denken, wie sich herausgestellt hat. Netflix schätzt, dass ungefähr 100 Millionen Haushalte weltweit die Streaming-Plattform benutzen, ohne einen eigenen Account zu haben und dafür zu bezahlen. Viele konnten sich also bisher das Entertainment für Netflix günstig sichern – doch dagegen möchte Netflix nun vorgehen.

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Am Dienstag hat der Streaming-Dienst seinen Anteilseignern verkündet, dass ab nächsten Jahr das Teilen von Anmeldedaten kosten wird. Damit möchte Netflix die Tatsache auffangen, dass es für den Streaming-Service dieses Jahr nicht sonderlich gut lief. Am Anfang des Jahres hat der Streaming-Dienst das erste Mal rote Zahlen geschrieben. Dementsprechend möchte man nun diese ungenutzte Einnahmequelle nicht liegen lassen.

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System bereits getestet

In Lateinamerika hat man gerade getestet, ob das Monetarisieren von Netflix-Accounts funktioniert. Dort kostet jeder Unteraccount 2,99 Dollar extra – eine ähnliche Strategie soll nun auch weltweit eingeführt werden.

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Netflix ließ wissen: „Wir haben das Feedback unserer Konsumenten gehört und werden die Möglichkeit einführen, dass Leute, die sich bisher Netflix-Profile ausgeliehen haben, diese in eigene umwandeln können und Profil-Besitzer einfacher ihre Geräte verwalten und für andere zahlen können, wenn sie wollen.“