Urteil: Vegan-Mutter ließ ihr Baby verhungern

Das 18-monatige Baby starb einen grausamen Tod.

16.11.2022, 16:21 Uhr
Urteil: Vegan-Mutter ließ ihr Baby verhungern
ABC7 SWFL
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Beinahe vier Jahre ist es her, dass die US-Amerikanerin Sheila O'leary ihren 18-monatigen Sohn Ezra verhungern ließ. Als der Junge damals gefunden wurde, wog er keine acht Kilogramm und war bis auf die Knochen abgemagert. Nach jahrelangen Verhandlungen wurde die Mutter nun von einem Gericht wegen des Mordes an ihrem Sohn verurteilt.

„Sie hatte entschieden, seine Schreie zu ignorieren. Sie brauchte keine Waage, um seine Knochen zu sehen", heißt es im Schluss-Plädoyer der Staatsanwaltschaft. Berichten zufolge haben sich beide Eltern vegan ernährt und auch bei ihren Kindern diese Ernährungsart ausgeführt. Sie haben Ezra und seinen zwei Geschwistern nämlich strikt kein Fleisch und keine tierischen Produkte gegeben, sondern darauf geachtet, dass sie nur Muttermilch, rohes Gemüse und Obst zu sich nehmen. Hauptsächlich Avocados, Bananen, Mangos und Rambutans (eine Art Litschi) standen auf dem Speiseplan.

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Shutterstock/IZZ HAZEL

Auch die Geschwister waren unterernährt

In der verhängnisvollen Nacht hatte Sheila ihren Sohn gestillt, als er Atemprobleme bekam. Die Eltern haben jedoch anstatt den Notarzt zu rufen sich einfach schlafen gelegt und das Kind sich selbst überlassen. Auch Ezras ältere Geschwister waren deutlich unterernährt, wie die Mediziner am nächsten Tag vor Ort feststellten. Ihre Zähne seien faul gewesen und die Haut gelb, berichtete die "Daily Mail". Nur das älteste Kind von Sheila, ein 11-jähriges Mädchen, sei bei Gesundheit gewesen. Dies hätte daran gelegen, dass sie regelmäßig bei ihrem Vater zu Besuch war und dort ausreichend zu essen bekam.

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Sheila hat einen Deal mit der Staatsanwaltschaft abgelehnt, bei dem sie sich schuldig bekennen sollte und dadurch ein maximales Strafmaß von 30 Jahren bekommen hätte. Nun wurde sie zu lebenslanger Haft verurteilt, ihren Mann Ryan erwartet die gleiche Strafe.

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