Kaugummi gegen Corona? Influencerin erntet Shitstorm

Ein Mediziner hat sich dazu geäußert.

, 17:29 Uhr
Kaugummi gegen Corona? Influencerin erntet Shitstorm
Instagram

Während man mit verschiedenen Impfstoffen versucht, das Coronavirus in den Griff zu bekommen, hat die Ex-Bachelor-Kandidaten und Influencerin Denise Merten offensichtlich eine andere Lösung entdeckt. In ihrer Instagram-Story hat sie für ein Produkt Werbung gemacht, dass ihr einen regelrechten Shitstorm beschert hat. Dort hat sie die sogenannten „Covidgums“ vorgestellt, mit den Worten: „Find die so krass! Gibt auch Lutsch-Pastillen davon.“

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Bei diesen Kaugummis handelt es sich um eine Süßigkeit, die man wohl eine Viertelstunde kauen soll, um „zwei Stunden vollen Schutz: Keine Ansteckung und kein Weitergeben, wenn man es hat“, zu bekommen. Wie kann es sein, dass die Experten und Virologen auf dieses Wundermittel noch nicht aufmerksam geworden sind?

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„Covidgums“ helfen nicht

Das liegt daran, dass die Kaugummis gar nicht gegen das Virus helfen. Laut dem Hersteller könnte man mit dem Kauen nur zeitweise die Viruslast reduzieren – einen wirklichen Effekt gäbe es dadurch allerdings nicht. Und somit sind Virologen wie Alexander Kekulé auch ziemlich skeptisch. In seinem Podcast erklärt er, dass die Viruslast durch das Kaugummi im Mund tatsächlich reduziert werden könnte – allerdings nur, weil man durch das Lauen mehr Speichel produziert. Doch effizient wäre das nicht: „Also jetzt stelle ich mir vor, ich hätte irgendwie eine Milliarde Viruspartikel pro Milliliter im Speichel. Das wäre so eine normale Konzentration, wenn man ihn ausscheidet. Und der Kaugummi reduziert es um zehn Prozent. Da habe ich ja überhaupt keinen Unterschied. Ich kann natürlich genauso jeden anstecken, jederzeit“.

Die Community von Denise hat die Werbung für dieses Produkt jedoch sehr schlecht aufgenommen. Viele warfen der Influencerin vor, dass ihr der Skrupel dafür fehlen würde, für potenziell gefährliche Produkte Werbung zu machen. „Die geben eine falsche Sicherheit, sind aber eigentlich totaler Schrott“, so eine Userin. Auch wurde sie mehrmals als geldgeil bezeichnet, schreibt „Watson“.