Kaufland, Aldi und Co: Kunden stehen vor leeren Regalen

In zahlreichen Supermärkten kommt es momentan zu Produktengpässen und die Verbraucher stehen vor leeren Regalen.

15.11.2023, 19:25 Uhr
Kaufland, Aldi und Co: Kunden stehen vor leeren Regalen
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Leere Regale, fehlende Produkte und Unterbrechungen in den Lieferketten kennen die Verbraucher spätestens seit der Corona-Pandemie. Zu dieser Zeit wurden zusätzlich Waren wie Mehl, Zucker und Toilettenpapier im Übermaß gekauft und schon regelrecht gehamstert. Danach sorgte der Krieg in der Ukraine für Lieferengpässe aller Art. Und was dann schlussendlich zur Verfügung stand, wurde schlagartig deutlich teurer. Jetzt gibt es eine neue Ursache für fehlende Produkte in den Sortimenten der Discounter.

Tarifstreit sorgt für Probleme

Die Lücken in den Regalen der Unternehmen werden dieses Mal erzeugt durch den seit bereits Monaten andauernden Tarifstreit zwischen den Handelsunternehmen und den Gewerkschaften. Ganz besonders betroffen sind Frischwaren wie Obst, Gemüse und Fleischwaren. Aber auch Tiefkühlkost und Bedarfsmittel im Haushalt, wie Toilettenpapier, sind betroffen. Ganz besonders mit den Ausfällen zu kämpfen die Handelsketten Edeka, Rewe mit ihrer Konzerntochter Netto und Penny sowie Kaufland aus der Schwarz-Gruppe, zu der auch Lidl gehört. Hierbei ist zu beachten, dass es nicht nur bei den Herstellern zu Lieferproblemen kommt, sondern auch in der Liefer- und Logistikkette, die dazwischen liegt.

Kunden müssen sich umstellen: Kaufland schließt mehrere Filialen Kunden müssen sich umstellen: Kaufland schließt mehrere Filialen
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Im Supermarkt kommt es moment zu Produktengpässen

Ganz besonders ausgeprägt sind diese Probleme ausgerechnet im bevölkerungsreichsten Bundesland Nordrhein-Westfalen und in Bayern, als flächenmäßig größtes Bundesland. Im Osten der Republik kommt es auch zu Engpässen, allerdings längst nicht so schlimm. Die kleinen und mittelgroßen Filialen, die nicht über eine sehr große Lagerfläche verfügen, sondern auf „Just on Time“-Lieferungen angewiesen sind, scheinen hier am stärksten betroffen zu sein. Außerdem haben große Verkaufsräume leichter die Möglichkeit, alternativ auch andere, leichter verfügbare Produkte anbieten zu können. Momentan bemühen sich die betroffenen Unternehmen, der Presse gegenüber zu betonen, dass es sich lediglich um regionale und vorübergehende Ausfälle handeln wird.

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Kaufland gibt Statement zu Lieferverzögerungen ab

Kaufland äußerte sich zu den Zuständen mit den Worten: „Derzeit kann es regional bei vereinzelten Artikeln in unserem Sortiment zu Lieferverzögerungen kommen. Wir stehen in enger Abstimmung mit unserer Logistik, dass diese schnellstmöglich behoben werden. Aufgrund unseres großen Sortiments ist die Warenversorgung für unsere Kunden jedoch grundsätzlich sichergestellt.“ Konkrete Namen oder Vorgänge wurden darüber hinaus nicht benannt. Auch Rewe teilte auf Anfrage mit, dass es keine nähern Informationen über betroffene Regionen und Produkte gibt, die in kommender Zeit von den Engpässen betroffen sein werden Die Handelskette Edeka hat sich noch nicht geäußert, die Situation scheint aber auch hier gleich gelagert zu sein.

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