Irres Angebot: Italienische Dörfer zahlen jedem neuen Anwohner 28.000 Euro

Das sind die Voraussetzungen, um ein Leben auf dem italienischen Land finanziert zu bekommen.

, 00:52 Uhr
Irres Angebot: Italienische Dörfer zahlen jedem neuen Anwohner 28.000 Euro

Die Italiener sind besorgt um ihre Dörfer. Insbesondere der südlichen Region Kalabrien droht der Verfall. Denn den kleinen malerischen Dörfern fehlt es an Einwohnern. Auch mit der lokalen Wirtschaft geht es langsam Berg ab. Deshalb wurde nun ein ganz besonderes Projekt ins Leben gerufen. Es soll die „Arbeit im Süden“ attraktiv erscheinen lassen und neue junge Menschen anlocken.

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„Das Ziel ist es, die lokale Wirtschaft anzukurbeln und den kleinen Gemeinden neues Leben einzuhauchen“, sagt Gianluca Gallo, Mitglied des Regionalrats. Die Menschen sollen in kleine Dörfer mit weniger als 2.000 Einwohnern umgesiedelt werden. Dafür wartet eine Belohnung von bis zu 28.000 Euro auf sie, die entweder sofort oder über einen Zeitraum von drei Jahren ausgezahlt wird. Für das Projekt steht ein Budget von insgesamt 700.000 Euro zur Verfügung.

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Das sind die Bedingungen:

Die Orte befinden sich teilweise in den Bergen und am Meer. Natürlich sind an dieses irre Angebot einige Bedingungen geknüpft. Die neuen Anwohner müssen ein kleines Unternehmen gründen, oder einen Job annehmen, der von den Städten vorgegeben wird. Außerdem müssen die Bewerber innerhalb von 90 Tagen nach Kalabrien umziehen. Die Altersgrenze beträgt 40 Jahre. Das Projekt soll speziell die jüngere Bevölkerung ansprechen.

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Das Geld wird entweder in monatlichen Raten von 800 bis 1.000 Euro ausgezahlt oder als Einmalzahlung vergeben. So könnte man zum Beispiel die Gründung eines Hotels oder Restaurants unterstützen. „Wir feilen noch an den technischen Details, dem genauen monatlichen Betrag und der Laufzeit der Mittel, und wir überlegen, ob wir auch etwas größere Dörfer mit bis zu 3.000 Einwohnern einbeziehen sollen“, erklärte Gallo gegenüber CNN.

Das Experiment soll die Menschen dazu bewegen, die traumhafte Umgebung zu genießen und gleichzeitig die Gemeinden wiederzubeleben und wirtschaftlich zu modernisieren.

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