Intrinsische Motivation fördern: 3 Tipps wie es dir gelingen kann

Wer Dinge mit der nötigen Motivation angeht, dem gehen sie leichter von der Hand. Dir fehlt für manche Aufgaben die nötige Motivation? Kein Problem, denn jetzt erfährst du, wie du deine intrinsische Motivation fördern kannst.

, 16:49 Uhr
Intrinsische Motivation fördern: 3 Tipps wie es dir gelingen kann
VectorMine/shutterstock

Definition intrinsische Motivation: Was versteht man darunter?

Motivation ist das, was uns antreibt. Personen, die motiviert ein Ziel verfolgen, legen sich mehr ins Zeug, kommen besser mit Rückschlägen klar und sind außerdem eher bereit zu leiden, um ihr Ziel zu erreichen.

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Motivation hat also viel mit Erfolg zu tun. Man kann daher häufig beobachten, dass motivierte Personen beruflich erfolgreicher sind als unmotivierte. Die positiven Eigenschaften der Motivation zeigen sich aber auch im Privatleben. Denn wer erreicht, was er sich vorgenommen hat, ist in der Regel glücklicher und zufriedener – und mit solchen Personen möchte man sich doch gerne umgeben.

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Beispiele für intrinsische Motivation

Um genauer zu verstehen, was man mit intrinsischer Motivation meint, schauen wir uns einige Beispiele dafür an. Du bist intrinsisch, also von innen heraus, motiviert, wenn

  • du ein Hobby hast, das du mit großer Freude ausübst.
  • du einen Job gefunden hast, der dir Spaß macht und du daher morgens mit einem Lächeln im Gesicht das Büro betrittst.
  • du dich ehrenamtlich engagierst, weil du es wichtig findest, der Gesellschaft etwas zurückzugeben.
  • du alles über ein bestimmtes Thema liest und hörst, was du dazu finden kannst, weil dich das Thema an sich interessiert.
  • du Ordnung in deine Unterlagen bringst, weil es dir lieber ist, wenn Dokumente und wichtige Papiere fein säuberlich geordnet sind und du nicht jedes Mal längere Zeit suchen musst, wenn du deine Steuernummer angeben sollst.

 

Intrinsische vs. extrinsische Motivation: Die Unterschiede

In der Psychologie kennt man nicht nur den Begriff der Motivation an sich, sondern man unterscheidet zwischen zwei verschiedenen Formen dieses Drives, nämlich zwischen der intrinsischen und der extrinsischen Motivation.

  1. Extrinsische Motivation: Extrinsische Motivation ist die Motivation von außen. In diesem Fall tun wir Dinge, weil andere Personen es von uns möchten. Wir versuchen zum Beispiel die vereinbarten Jahresziele zu erreichen, weil dann eine Belohnung winkt. Aber auch die Furcht vor Strafe oder anderen negativen Konsequenzen kann ein extrinsischer Motivator sein. Wenn du die vereinbarten Jahresziele nicht erreichst, musst du nämlich auch damit rechnen, dass du die Gehaltserhöhung oder den Firmenwagen eben doch nicht bekommst.
  2. Intrinsische Motivation: Bist du dagegen von innen heraus, also intrinsisch, motiviert, brauchst du diese äußeren Anreize nicht. Dann tust du die Dinge weil du es möchtest. Zum Beispiel, weil sie dir Spaß machen oder weil sie dich interessieren. Wer regelmäßig – auch bei schlechtem Wetter – joggen geht, weil es ihm einfach Spaß macht und er die Bewegung an der frischen Luft braucht, ist vermutlich intrinsisch motiviert. Er trainiert, weil er es möchte und nicht unbedingt in erster Linie weil er ein klares Ziel vor Augen hat, das er verfolgt. Personen, die intrinsisch motiviert sind, tun Dinge also aus eigenem Antrieb heraus und nicht, weil sie es müssen oder gar dazu gezwungen werden. Sondern einfach deshalb, weil sie ihnen Spaß machen und weil sie diese Dinge machen möchten. Hobbys sind ein gutes Beispiel für intrinsische Motivation. Wer in seiner Freizeit „Elden Ring“ spielt, tut das, weil es ihn interessiert und ihm Freude bereitet und er sich von seinem Alltag erholen möchte.

Einige Wissenschafter gehen davon aus, dass ein Mix aus intrinsischer und extrinsischer Motivation am ehesten dazu führt, dass wir erfolgreich sind und das schaffen, was wir uns vorgenommen haben. Doch genau diesen Mix zu finden, ist leider gar nicht so einfach.

 

Woher kommt intrinsische Motivation?

Um eine erfolgversprechende Balance zwischen intrinsischer und extrinsischer Motivation zu finden, sollten wir zunächst wissen, wie wir intrinsische Motivation befördern können. Und um das herauszufinden, sollten wir uns mit der Frage befassen, wie intrinsische Motivation entsteht, wo ihre Wurzeln liegen.

In der Forschung ist die Frage, wie intrinsische Motivation entsteht, noch nicht abschließend geklärt. Trotzdem gibt es einige Faktoren, die eine wichtige Rolle dabei zu spielen scheinen, dass man bestimmte Dinge aus eigenem Antrieb erledigt, zum Beispiel:

  1. Interesse: Menschen sind von Natur aus neugierig – das kann man noch ganz besonders anschaulich an kleinen Kindern beobachten. Wenn es dir gelingt, deine Neugier und dein Interesse für die Dinge zu wecken, die du machen sollst oder willst, steigt die Chance, dass du deine intrinsische Motivation wecken und Dinge motiviert angehen kannst.
  2. Ansporn: Zu langweilig darf die Aufgabe oder dein Ziel nicht sein. Denn Studien zeigen immer wieder, dass wir besonders langanhaltend und ausdauernd unsere Ziele verfolgen, wenn sie eine Herausforderung für uns darstellen.
  3. Teamgefühl: Trägt die Aufgabe dazu bei, dass du dich als Teil eines Teams oder einer Mannschaft fühlen kannst, beeinflusst auch das deine intrinsische Motivation positiv.

Übrigens ist sich die Forschung nicht einig darüber, ob es gut ist, intrinsische Motivation mit extrinsischen Anreizen zu koppeln. So gibt es eine Studie, in der eher negative Effekte bemerkt wurden, weil den Teilnehmern schon früh ein externer Motivator, wie zum Beispiel Geld, angeboten wurde, um die intrinsische Motivation zu befördern.

Eine andere Studie sieht jedoch keinen negativen Einfluss von äußeren Motivatoren auf die innere Motivation. Heißt also: Du musst ausprobieren und für dich herausfinden, welche Dinge für dich passen und dir helfen können, deine Motivation zu finden.

 

Intrinsische Motivation fördern: So kann es gelingen

Eins vorab: Es gibt durchaus Mittel und Wege, um deine intrinsische Motivation zu fördern, jedoch solltest du davon nicht erwarten, dass du ab sofort nicht mehr zu stoppen bist, wenn dein Chef von dir verlangt, die Exceltabelle zu pflegen oder du Daten für die nächste Klausur pauken sollst.

Trotzdem kannst du deine intrinsische Motivation fördern und mit etwas Glück auch Spaß an Dingen entwickeln, die dir ansonsten einen Schauer über den Rücken laufen lassen – wie zum Beispiel die Steuererklärung. Und das geht so:

  1. Das Notwendige mit dem Angenehmen verbinden: Wenn es wirklich wieder einmal Zeit ist, deine Belege zu sammeln und dich an deine Steuererklärung zu machen, kannst du deine intrinsische Motivation fördern, indem du dir die Angelegenheit so erfreulich wie möglich gestaltest. Hör zum Beispiel deine Lieblingsmusik oder überrede deinen Partner oder Mitbewohner dazu, mit dir gemeinsam die Rechnungen zusammenzusuchen – geteiltes Leid ist schließlich halbes Leid. Und so fällt dir die unangenehme Aufgabe zumindest ein bißchen leichter.
  2. Eine Belohnung in Aussicht stellen: Du hast keinen Mitbewohner, der dich unterstützen kann und deine Lieblingsmusik kann dich auch nicht über die Steuererklärung hinwegtrösten? Dann versuch es mit einer Belohnung. Wenn du dir selbst einen gemütlichen Netflixabend auf dem Sofa in Aussicht stellst, sobald du alle notwendigen Unterlagen beisammen hast, kann das deine Motivation fördern.
  3. Einen völlig neuen Ansatz suchen: Neugierde ist ein weiterer Schlüssel, um deine intrinsische Motivation zu fördern. Zugegeben, etwas wirklich Spannendes bei einer Steuererklärung zu finden, ist eine echte Herausforderung. Probier doch aber folgendes: Wenn du ein Programm hast, um deine Erklärung zu machen, kannst du die verschiedenen Optionen durchspielen und vielleicht selbst herausfinden, wie du deine Steuer optimieren kannst. Oder du liest dich in die verschiedenen Fachbegriffe ein und überlegst dir, wann du einen davon in einem Gespräch mit deinem besten Kumpel einbauen könntest – und wie er wohl darauf reagiert.