In diesen Alltagsprodukten befinden sich PFAS-Chemikalien

Die giftigen Stoffe sind in zahlreichen Produkten enthalten.

25.02.2023, 15:17 Uhr
In diesen Alltagsprodukten befinden sich PFAS-Chemikalien
Leszek Czerwonka/Shutterstock
Anzeige

Über die giftigen PFAS-Chemikalien wurde in den vergangenen Tagen ausgiebig diskutiert. Sie befinden sich in zahlreichen Alltagsprodukten und gelten für den Menschen als gesundheitsschädlich. Dabei handelt es sich um sogenannte "per- und polyfluorierte Alkylverbindungen". In Deutschland gibt es Orte, die eine besonders hohe Belastung aufweisen.

„Der prominenteste Fall ist natürlich Rastatt, da ist ja mutmaßlich mit PFAS verseuchter Kompost auf den Feldern verteilt worden“, erklärt die Journalistin Lea Busch. Im Südwesten des Landes ist die Verseuchung besonders ausgeprägt. PFAS-Chemikalien umfassen rund 10.000 künstliche Stoffe. Doch in welchen Produkten sind sie eigentlich enthalten?

10 Dinge, an die Du durch Filme glaubst 10 Dinge, an die Du durch Filme glaubst
Anzeige
studiovin/Shutterstock

Zahlreiche Produkte betroffen

Pizzakartons werden beispielsweise damit beschichtet, damit die Pizza nicht festkleben kann. Auch in Backpapier sind die Chemikalien enthalten. Insbesondere beschichtete Produkte wie regenabweisende Kleidung, bestimmte Pfannen, Skiwachs, Zahnseide und Sportkleidung sind betroffen. Doch auch vor Kosmetikartikeln machen die Inhaltsstoffe nicht Halt. Hier ist speziell von Haarshampoo die Rede. Ein weiterer Grund, weshalb Kosmetika so häufig Allergien auslösen.

Anzeige

Die besagten Chemikalien gelten als äußerst stabil. Deshalb überleben sie lange und können sich im menschlichen Körper sowie in der Umwelt ablagern. "Mit der Aufnahme von PFAS aus verunreinigten Böden und Wasser in Pflanzen und der Anreicherung in Fischen werden diese Stoffe auch in die menschliche Nahrungskette aufgenommen", warnt das Umweltbundesamt. Auch wenn die Chemikalien "nicht zu den zehn gefährlichsten Stoffen der Welt" gehören, können sie Organe wie Leber und Niere schädigen, Krebs auslösen, die Fruchtbarkeit und das Immunsystem stören und die Schilddrüse angreifen, erklärt Umweltchemiker Martin Scheringer. Je mehr Produkte verwendet werden, die PFAS enthalten, desto höher die Wahrscheinlichkeit, dass man die Stoffe durch die Luft, das Trinkwasser oder die Nahrungsmittel aufnimmt.

Anzeige