Wer mit einem SUV unterwegs ist, der könnte in Zukunft Probleme bei der Parkplatzsuche bekommen. In Heidelberg fordern die Stadt- und Gemeinderäte der Parteien „Die Linke“ und „Bunte Linke“, dass in Parkhäusern nur noch Wagen stehen dürfen, die eine bestimmte Gewichtsobergrenze nicht überschreiten.
Demnach würde Besitzerinnen und Besitzern eines Autos, welches mehr als 1,8 Tonnen wiegt, die Zufahrt zu den Heidelberger Parkhäusern verwehrt werden. Betroffen von dem geforderten Verbot sind somit hauptsächlich SUVs und einige Elektroautos. Wie unter anderem das Nachrichtenportal „Heidelberg24“ berichtete, sollen künftig nur noch Autos in den Parkhäusern halten dürfen, "die die Maße einhalten, für die sie ursprünglich gebaut wurden und die ein Gewicht von 1,8 Tonnen nicht überschreiten".
Parkhausbetreiber sind gegen neue Regelung
Die Heidelberger Parkhausbetreiber sind von der Forderung der Politiker allerdings nicht sonderlich begeistert. "Als Parkhausbetreiber lehnt man ein Einfahrtverbot für 'bestimmte Fahrzeuggruppen' ausdrücklich ab. In den Parkhäusern Kraus (P6), Friedrich-Ebert-Platz (P10), Kornmarkt (P12) oder Nordbrückenkopf (P16) führten Fahrzeuge mit einem Gewicht über 1,8 Tonnen 'nach aktuellem Kenntnisstand' zu keinen negativen Auswirkungen an der Bausubstanz, so die SWH-G", heißt es in einem offiziellen Statement.
Demnach wird es schwierig werden, das Verbot in die Tat umzusetzen. Heidelberg lebt außerdem vom Tourismus und müsste somit auf einige Besucher verzichten. Dass die Stadträte Zuspruch für ihr Vorhaben erhalten, ist äußerst unwahrscheinlich.