„Harry Potter“: Eigentlich sollte Daniel Radcliffe den berühmten Zauberlehrling gar nicht spielen

Ein glücklicher Zufall sorgte dafür, dass Daniel seine Rolle bekam, die ursprünglich für einen anderen Schauspieler vorgesehen war.

26.10.2023, 21:13 Uhr
„Harry Potter“: Eigentlich sollte Daniel Radcliffe den berühmten Zauberlehrling gar nicht spielen
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Er ist durch seine Rolle in „Harry Potter“ weltberühmt geworden. Es geht um Daniel Radcliffe, der im Alter von 12 Jahren die Rolle des Zauberlehrlings im gleichnamigen Film übernahm. Die erste Folge „Harry Potter und der Stein der Weisen„ war mit einem Box-Office- Ergebnis von 900 Millionen US-Dollar derart erfolgreich, dass daraufhin die gesamte Saga um den berühmtesten Zauberlehrling der Welt verfilmt wurde. Mit der Rolle wurde Daniel, gemeinsam mit seinen Freunden Emma Watson, die seine Klassenkameradin Hermine spielte, und Rupert Grint, der Ron Weasley verkörperte, langsam erwachsen.

Und auch wenn Radcliffe sich für seine Schauspielkunst heute schämt, war sie doch ein riesiges Sprungbrett für seine folgende Karriere. Um weitere Rollenangebote muss sich der heute 34-jährige keine Gedanken mehr machen. Ursprünglich war aber ein anderer Junior-Darsteller für die Rolle des Harry Potter im Gespräch. Zunächst sollte der erste Teil nämlich von niemand geringerem als Altmeister Stephen Spielberg verfilmt werden. Und der hatte einen Jungen namens Haley Joel Osment im Sinn.

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Haley Joel Osment wurde fast zu Harry Potter

Diejenigen, die mit dem Namen nichts anfangen können: Das ist der kleine Junge, der gemeinsam mit Bruce Willis eine der Hauptrollen im Spielfilm „Der sechste Sinn“ verkörperte. Danach brach die Autorin J.K. Rowling mit Spielberg einen Streit vom Zaun, mit dem Ergebnis, dass darauf der Filmemacher Chris Columbus mit der Regie beauftragt wurde. Der veranstaltete für die Hauptrolle ein Casting mit rund 300 Kindern, und wieder fiel die Wahl auf jemand anderen. Jetzt war ein Junge namens Liam Aiken im Gespräch. Beide arbeiteten bereits mit Julia Roberts zusammen und Columbus war von seiner Schauspielkunst überzeugt.

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Doch einmal mehr mischte sich die Autorin Rowlings ein und gab zu bedenken, dass Aiken kein Brite war. Sie aber wollte die Hauptrolle unbedingt von einem englischen Schauspieler verkörpert wissen. „Es gab Zeiten, in denen wir gedacht haben, dass wir niemals jemanden finden, der die Komplexität und Tiefe von Harry verkörpern könne“, erklärte Regisseur Columbus in einem Interview. Eines Tages jedoch gingen der Produzent Heyman und Drehbuchautor Steve Kloves gemeinsam ins Theater und wurden dort auf einen Jungen aufmerksam: „Da saß er hinter mir, dieser Junge mit den riesigen blauen Augen. Es war Daniel Radcliffe“, so Heyman.

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Danach brauchte es noch einiges an Überredungskunst, um seine Eltern vom Vorsprechen für die Rolle zu überzeugen. Alles, was dann kam, war schon fast Magie, und zwar nicht nur für das Publikum, das sich absolut niemand anderen für die Rolle des Harry Potter vorstellen kann, als auch für Daniel Radcliffe, dessen Eltern damals keine bessere Entscheidung hätten treffen können.