Hammer-Preise für Strom und Erdgas: Belastung bei Unternehmen und Privathaushalten steigt

Die Energiepreise steigen extrem an und erschweren Privathaushalten das Leben sowie Unternehmen die Produktion.

, 15:31 Uhr
Hammer-Preise für Strom und Erdgas: Belastung bei Unternehmen und Privathaushalten steigt

Die Strom- und Erdgaspreise schnellen aktuell explosionsartig in die Höhe. Darunter leiden allerdings keineswegs ausschließlich Privathaushalte. Auch Unternehmen haben mit den Preisen zu kämpfen. Der Chemiekonzern BASF möchte bis zum Jahr 2050 klimaneutral arbeiten. Dafür produziert er bereits 80 Prozent seines Stroms selbst, trotzdem reicht dies noch nicht aus.

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Pressesprecher Thomas Nonnast erklärte laut dem „Focus“, dass die Strompreise zuletzt „merklich angezogen“ seien. Die Megawattstunde kostete in diesem August ganze 137 Prozent mehr als im vergangenen Jahr. An der Leipziger Börse schoss der Strompreis von 34,86 Euro auf 82,70 Euro. Auch über 100 Euro waren bereits möglich.

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Unternehmen müssen Produktion stoppen

Bei BASF würde dies Mehrkosten von 287 Millionen Euro im Jahr bedeuten. Und das allein für einen Standort. Noch schwieriger wird es für kleinere Unternehmen, die viel Strom benötigen. „Unsere Margen sind durch die hohen Energiepreise derzeit besonders belastet“, erklärt Daniela Kalmbach, Pressesprecherin des Unternehmens Aurubis. Die Produktion wird für viele Hersteller durch die steigenden Energiepreise extrem teuer.

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Einige Konzerne müssen ihre Produktion bereits stoppen. So geht es beispielsweise dem norwegischen Chemie-Riesen Yara. Das benötigte Erdgas ist derart teuer, dass die Düngemittel-Produktion angehalten werden musste. Die Lage spitzt sich demnach nicht nur in Deutschland zu. Ab Januar soll sich außerdem der CO2-Preis für Strom aus fossilen Quellen erhöhen. Der Ausbau erneuerbarer Energien könnte Abhilfe schaffen und die Preise wieder zum Sinken bringen.

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