Hamburger Senat: Ein Drittel aller positiven Schnelltest-Ergebnisse sind falsch

Die Rate der falsch positiven Schnelltestergebnisse lag bei 31,5 Prozent.

, 18:28 Uhr
Hamburger Senat: Ein Drittel aller positiven Schnelltest-Ergebnisse sind falsch

Corona-Schnelltests sind in der Pandemie nicht mehr wegzudenken. Doch was wäre, wenn die Schnelltests nicht so funktionieren, wie sie es sollen? Nach einer ersten Bilanz des Hamburger Senats sind gut ein Drittel aller positiven Testergebnisse falsch.

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Neue Zahlen aus Hamburg

Auf eine kleine Anfrage der CDU-Bürgerschaftsfraktion wurde berichtet, dass vom 22. März bis zum 11. April, also in drei Wochen, den Gesundheitsämtern 2035 positive Schnelltestergebnisse gemeldet wurden. Die folgenden PCR-Tests bestätigten allerdings nur 68,5 Prozent der Fälle. „Somit lag die Rate der falsch positiven Schnelltestergebnisse bei 31,5 Prozent“, heißt es in der Senatsantwort. Einer ersten Bilanz zufolge sind die Testergebnisse der Corona-Schnelltests oft falsch.

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Wie „focus“ berichtet, werden in Hamburg jede Woche mehrere hunderttausend Schnelltests gemacht. Allerdings kann der Senat nicht genau sagen, wie viele es wirklich sind. „Ein vollständiges Monitoring aller in der Stadt durchgeführten Schnelltests über die Testzentren hinaus ist aufgrund der Vielzahl von unterschiedlichen auch privatwirtschaftlichen und anderen Bereichen, die diese Tests durchführen, nicht umsetzbar“, so der Senat. Die positiven Testergebnisse werden den Gesundheitsämtern allerdings aus allen Bereichen zur Verfügung gestellt und die Schnelltests werden unter Anleitung von geschultem Personal durchgeführt.

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Aufgrund dieses Ereignisses forderte der sozialpolitische Sprecher der CDU-Fraktion, Andreas Grutzeck, den Senat auf, jede Woche detaillierte Berichte über die zu veröffentlichen. Dazu gehören zum Beispiel die Angaben zur Zahl der Schnelltests und der PCR-Tests, die man wegen positiver Schnell- und Selbsttestergebnisse machte. „Natürlich geht mit der Pandemie eine große Verunsicherung der Bürger einher. Umso wichtiger ist es, dass der Senat durch klare Kommunikation Sachverhalte erklärt“, so Grutzeck.

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