Große Proteste: Netflix äußert sich zu schweren Zensur-Vorwürfen

Sogar Mitarbeiter von Netflix hatten sich an den Protesten beteiligt.

, 11:06 Uhr
Große Proteste: Netflix äußert sich zu schweren Zensur-Vorwürfen
Shutterstock/Elliott Cowand Jr

Nicht nur gehen die Netflix-Nutzerzahlen aktuell in den Keller, auch mit der Firmenpolitik des Unternehmens scheint es ziemlich zu hapern. In den letzten Monaten sind immer wieder Proteste gegen den Streaming-Anbieter geführt worden, unter anderem waren auch die eigenen Mitarbeiter beteiligt. Der Grund? Das Comedy-Special „The Closer“, in dem der Komiker Dave Chapelle verwerfliche Witze über Transmenschen äußerte. Besonders in der LGBTQ+-Community hat dieses Format für großen Aufruhr gesorgt.

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Allgemein wurde verlangt, dass das Special von der Streaming-Plattform genommen wird, doch der Netflix-CEO hat sich öffentlich für dieses Format ausgesprochen. Dabei bezog er sich auf die künstlerische Freiheit und behauptet, dass es keinen Grund gäbe, „The Closer“ aus dem Programm zu nehmen.

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Shutterstock/sitthiphong

Kein Erfolg

Auch nach den zahlreichen Protesten scheint der CEO seine Ansicht nicht geändert zu haben. In den überarbeiteten Richtlinien der Unternehmenskultur heißt es nun offiziell:

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„Nicht jede*r wird alles an unserem Service mögen – oder mit den Inhalten einverstanden sein. Obwohl jeder Titel anders ist, nähern wir uns auf der Grundlage derselben Prinzipien: Wir unterstützen den künstlerischen Ausdruck der Schöpfer*innen, mit denen wir zusammenarbeiten; wir gestalten unser Programm für eine Vielzahl an Zielgruppen und Geschmäckern und wir lassen Zuschauer*innen entscheiden, was für sie angemessen ist, anstatt Netflix bestimmte Künstler*innen oder Stimmen zensieren zu lassen.“

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