Gericht verhängt jahrelange Haftstrafe für mordlüsternen Ziegenbock

Es klingt unglaublich, ist aber tatsächlich passiert.

, 17:42 Uhr
Gericht verhängt jahrelange Haftstrafe für mordlüsternen Ziegenbock
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Als hätten wir noch nicht alles gesehen, wurde vor wenigen Tagen ein Ziegenbock zu drei Jahren Haft verurteilt. Das Tier wurde vor ein traditionelles Gericht im Südsudan gestellt und hatte zuvor eine Woche in Untersuchungshaft verbracht. Was ihm vorgeworfen wird? Der Ziegenbock soll eine Frau in den Vierzigern umgebracht haben, wie die lokalen Medien berichtet. Laut den Behörden soll die Frau mehrfache gebrochene Rippen und Frakturen erlitten haben, nachdem sie von dem Ziegenbock mit dem Kopf gerammt wurde.

Das Tier hatte sie anschließend blutend zurückgelassen, wenige Tage später ist sie an den Verletzungen verstorben. Drei Jahre soll der Ziegenbock nun in einem Militärcamp verbringen, hat das Gericht beschlossen.

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Shutterstock/Frontpage

Weitere Konsequenzen

Die Polizei hat sich nach der Verhaftung folgendermaßen zu dem Vorfall geäußert: „Unsere Rolle als Polizei ist es, für Sicherheit zu sorgen und Kämpfe zu unterbinden. Der Besitzer ist unschuldig, der Ziegenbock ist derjenige, der die Straftat begangen hat. Und so verdient er es auch, verhaftet zu werden und vor ein Gericht gestellt zu werden, wo der Fall dann gerecht behandelt werden kann.“

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Doch tatsächlich wurde trotzdem der Besitzer des Ziegenbocks auch zur Verantwortung gezogen. Er musste fünf Kühe an die Familie des Opfers abgeben, was auch als „Blutkompensation“ im Südsudan bekannt ist. Nach der Haftstrafe muss der Ziegenbock auch der Familie des Opfers übergeben werden, wie ein Gesetz des Landes besagt.

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