Gefährliche Post: Münchner schickt Giftschlangen quer durch Europa

Ein Unbekannter versendet teils lebensbedrohliche Giftschlangen in schlecht gesicherten Paketen.

, 19:42 Uhr
Gefährliche Post: Münchner schickt Giftschlangen quer durch Europa

Ein Unbekannter aus dem Raum München verschickt Giftschlangen per Post. Seit dem Spätsommer versendet der Mann teils sehr gefährliche Schlangen in schlecht gesicherten normalen Paketen. Eigentlich ist hierfür ein spezieller Tierversand nötig. Die Schlangen stellen eine Gefahr für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Post dar. Bereits mehrmals wurden die Tiere entdeckt und zu einer Auffangstation für Reptilien gebracht.

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Das erste entdeckte Tier war eine Greifschwanz-Lanzenotter. Dies berichtete unter anderem die Reptilienauffangstation. Eine Mitarbeiterin der Post entdeckte die Schlange in dem Paket und schlug sofort Alarm. Auch wenn der Biss des Tieres nicht tödlich ist, wird eine Haltung verboten: „In Bayern und auch in anderen Bundesländern ist die Haltung verboten, da die Tiere hochgiftig und mit einem Biss zumindest für einen Krankenhausaufenthalt gut sind.“

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„Für den Menschen sehr oft tödlich“

Nur wenige Tage später sei ein Paket mit zwei Bambusottern entdeckt worden. Auch diese stellen noch keine Lebensbedrohung für den Menschen dar, sind jedoch ebenfalls giftig. Gefährlicher wurde es erst in einem dritten Paket, welches umgehend von der Polizei abgeholt wurde.

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Darin befanden sich zwei Gabunvipern, deren Biss für den Menschen tatsächlich tödlich sein kann: „Diese Vipernart, die über die weltweit längsten Giftzähne und durchaus über angriffslustiges Potenzial verfügt, ist für den Menschen sehr oft tödlich. Das ungesicherte Versenden von solchen Gifttieren kommt dem Verpacken und Verschicken einer ungesicherten Schusswaffe gleich!“