Gefährliche neue HIV-Variante in den Niederlanden entdeckt

Forscher wurden auf eine neue Mutation aufmerksam.

, 23:28 Uhr
Gefährliche neue HIV-Variante in den Niederlanden entdeckt
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In den Niederlanden hat ein Forscherteam eine HIV-Mutation entdeckt. Diese soll aggressiver und ansteckender sein als die bisherigen Typen des Virus. Sie kann unbehandelt eine dreieinhalb bis fünfeinhalbfache Erhöhung der Viruslast verursachen.

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Die Wissenschaftler nannten die Mutation „VB-Subtyp“. Ebenfalls beunruhigend ist, dass die Variante dazu in der Lage ist, bestimmte Abwehrzellen des Körpers noch wirksamer zu zerstören als die bisher bekannten HIV-Varianten. „Viele Patienten könnten schon zum Zeitpunkt ihrer Diagnose an fortgeschrittenem HIV leiden. Das kann ihre Prognose trotz der Therapie verschlechtern“, erklärten der Wissenschaftler Chris Wymant und seine Kollegen.

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„VB-Subtyp“ aufgetaucht

Der „VB-Subtyp“ benötigt nur 9 Monate, bis die Zahl der T-Helferzellen die Schwelle von 350 Zellen pro Mikroliter Blut bei Männern mittleren Alters erreicht hat. Bisher bekannte Typen benötigten dafür noch 36 Monate. In der Regel dauert es 6 bis 7 Jahre, bis Aids entsteht. Die neue Mutation beschleunigt diesen Prozess und benötigt lediglich 2 bis 3 Jahre, wenn keinerlei Behandlung stattfindet.

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Die Forscher empfehlen deshalb, dass sich gefährdete Personen regelmäßig testen lassen: „Solche Tests verringern die Zeitspanne, in der das HI-Virus unentdeckt das Immunsystem der Betroffenen und ihre Gesundheit schädigen kann.“