Gefährliche Infektionswelle: Bei diesen RSV-Warnzeichen braucht ein Kind den Notarzt

Eine Infektion mit RS-Viren kann schnell lebensbedrohlich werden.

11.12.2022, 14:23 Uhr
Gefährliche Infektionswelle: Bei diesen RSV-Warnzeichen braucht ein Kind den Notarzt
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Momentan rollt eine RSV-Welle durch Deutschland. Eine Infektion mit dem Humanen Respiratorischen Synzytial-Virus ist für Erwachsene normalerweise ungefährlich. Es löst zumeist harmlose Erkältungssymptome oder einen leichten Husten aus. Bei Kindern und älteren immungeschwächten Personen kann eine Infektion jedoch gefährlich werden. Deshalb sollte man auf verschiedene Warnzeichen achten und sein Kind im Notfall sofort zum Arzt oder in ein Krankenhaus bringen.

Dadurch, dass das Virus bei kleinen Kindern oder schwer vorerkrankten Menschen bis zur Lunge vordringen und eine Entzündung auslösen kann, ist im schlimmsten Fall sogar eine Beatmung nötig. Um schwere Folgen zu vermeiden, sollte man so früh wie möglich handeln.

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Zuerst einmal löst eine Infektion mit RS-Viren Schnupfen, Husten, Halsschmerzen, Niesen und Fieber aus. Im weiteren Verlauf können sich die Symptome verschlechtern und die Infektion breitet sich womöglich auf die unteren Atemwege aus. Es kann zu einer Bronchitis, einer Lungenentzündung oder einer Entzündung der Luftröhre kommen. Eltern sollten deshalb auf bestimmte Alarmsignale achten.

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Atemnot und hohes Fieber

Dazu zählt Fieber bei Kindern unter sechs Monaten. „Wenn bei einem Kind unter sechs Monaten Fieber auftritt, sollten Sie immer sofort zum Arzt. Da sollte man keine Minute verlieren“, erklärt der Kinderarzt Jakob Maske. Bei Kindern, die älter sind als drei Monate, sollte spätestens dann Rat eingeholt werden, wenn das Fieber auf über 39 Grad ansteigt. Wiederkehrende Fieberschübe und Fieberkrämpfe sind ebenfalls ein deutliches Warnzeichen.

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Wenn das Kind schnell atmet, nach Luft schnappt, sich womöglich die Lippen schon blau verfärben oder Atemgeräusche auftreten, sollte umgehend ein Notarzt kontaktiert werden. In den Kinderkliniken befinden sich deshalb schon zahlreiche Babys auf der Intensivstation. Durch eine Lungenentzündung kann die Sauerstoffsättigung im Blut zu niedrig werden und es kommt außerdem zu Benommenheit oder zur Verweigerung der Nahrungs- und Flüssigkeitsaufnahme. Kommt dann noch Erbrechen hinzu, kann schnell eine gefährliche Dehydrierung entstehen. Auch hier ist umgehend ein Notarzt zu kontaktieren.