Fußball-Trainer soll eigenen Spieler 50 Mal vergewaltigt haben

Es sind widerliche Details ans Licht gekommen.

, 09:57 Uhr
Fußball-Trainer soll eigenen Spieler 50 Mal vergewaltigt haben
Symbolbild Shutterstock/Sergey Kuznecov

Gegen den 35-jährigen Sven B. werden die Anschuldigungen immer bizarrer. Der ehemalige Nachwuchs-Coach bei Drittligist Wehen-Wiesbaden soll mehr als neun Jungen missbraucht haben, ließ die Staatsanwaltschaft wissen. Doch es kommt noch schlimmer – auch an seinen eigenen Schützlingen aus der Mannschaft soll sich der Mann vergangen haben – und das mehr als 50 Mal.

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Denn nun wurde eine neue Anklage eingereicht. Laut dieser soll Sven B. ab 2016 drei Jahren lang einen 16-Jährigem manipuliert und missbraucht haben. Diesen hatte er verängstigt, in dem er ihn Nachrichten mit Drohungen schickte. Dafür benutzte er einen Fake-Namen, um ihm gleichzeitig als Trainer hilfreich und mitfühlend näherkommen zu können.

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Er soll „mit ihm in der Folgezeit regelmäßig sexuell verkehrt haben, wozu sich der Geschädigte aufgrund der zuvor geschaffenen Drohungen gezwungen sah“, so die Staatsanwaltsschaft. Die Anklage beläuft sich nun auf 50-fache Vergewaltigung und Körperverletzung.

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Shutterstock/Gorodenkoff

Weitere Vorwürfe

Doch die Vorwürfe gehen noch weiter. Zwischen 2014 und 2015 soll er einen 14-Jährigen brutal missbraucht haben, in dem er ihn in seine Wohnung in Hattersheim lockte. Einen ähnlichen Fall soll es 2018 bis 2019 gegeben haben, nachdem er einen 14-Jährigen „durch Vortäuschen einer Bedrohungslage in seine Wohnung gelockt“ hat. Vermutlich hat er den Jungen große Mengen Alkohol verabreicht und ihn dann missbraucht, und anschließend den Bruder des Jungen durch anonyme Droh-Nachrichten mundtot gemacht.

Aktuell sitzt Sven B. in U-Haft. Ein Termin für die Hauptverhandlung steht noch nicht fest.