Für den Klimaschutz: Wissenschaftler wollen Mammuts wiederbeleben

Die Forscher verkündeten ein unglaubliches Vorhaben und werden mit 15 Millionen US-Dollar unterstützt.

, 16:38 Uhr
Für den Klimaschutz: Wissenschaftler wollen Mammuts wiederbeleben

Forscher aus den USA haben sich ein unglaubliches Vorhaben in den Kopf gesetzt: Sie wollen das seit vielen Jahren ausgestorbene Mammut wieder zum Leben erwecken. Dem auf Genforschung spezialisierten Unternehmen Colossal wurden ganze 15 Millionen US-Dollar zur Verfügung gestellt, um den Plan in die Tat umzusetzen.

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Zu diesem Zweck möchten die Forscher einen Hybrid züchten und gut erhaltene Mammut-DNA mit der von Asiatischen Elefanten kreuzen. Wie die Berliner Morgenpost berichtet, sollen als erster Schritt Embryonen gezüchtet werden, die anschließend von einer Elefanten-Leihmutter oder von einem künstlichen Uterus ausgetragen werden. In sechs Jahren könnte man so mit den ersten Mammut-Elefanten-Babys rechnen.

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Mammuts für den Klimaschutz

„Unser Ziel ist es, einen Elefanten zu erschaffen, der gegen Kälte geschützt ist und sich verhält wie ein Mammut – und auch so aussieht. Wir wollen damit niemanden reinlegen, sondern ein Tier mit der Funktion eines Mammuts haben, das auch bei -40 Grad Celsius ein gutes Leben hat und all das tun kann, was Mammute und Elefanten tun – vor allem Bäume fällen“, erklärte George Church gegenüber dem „Guardian“.

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Laut den Wissenschaftlern soll gleich eine ganze Herde der Tiere in der Tundra ausgesiedelt werden. Diese befindet sich südlich der Arktis. Indem sie Bäume fällen, könnten sie dabei helfen den Landschaftstypus der sogenannten Mammutsteppen wieder herzustellen und somit den Klimawandel bekämpfen. Die arktischen Steppen nehmen ungefähr fünf Prozent der gesamten Landfläche der Erde ein.

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Dr. Victoria Herridge betrachtet das Vorhaben allerdings eher mit kritischen Augen: „Man müsste dieses Experiment in einem riesigen Maßstab durchführen. Wir sprechen von Hundertausenden von Tieren. Bei jedem einzelnen davon dauert die Schwangerschaft schon 22 Monate. Erst nach 30 Jahren sind die Tiere ausgewachsen.“

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