Freiluft-Konsum: Erste Stadt will strenges Rauchverbot verhängen

Oxfordshire soll die erste Stadt werden, die das Rauchen unter freiem Himmel verbietet.

, 15:07 Uhr
Freiluft-Konsum: Erste Stadt will strenges Rauchverbot verhängen

Die englische Stadt Oxfordshire will ein strenges Rauchverbot verhängen. Bisher galt, dass man zum Rauchen die Kneipe, das Restaurant oder das Büro verlassen musste. Unter freiem Himmel wurde der Tabakkonsum allerdings nicht eingeschränkt. Dies soll sich nun ändern.

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Laut den Beamten und Politikern soll die Kommune bis zum Jahr 2025 rauchfrei werden. Deshalb möchte man nun die Verbote verschärfen. Vor dem Restaurant oder Café dürften Zigaretten und Co. demnach nicht mehr konsumiert werden. Alle neuen Gehweg-Lizenzen der Außengastronomie sollen verpflichtend rauchfrei gehalten werden. Auch Arbeitgeber werden aufgefordert, ihren Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen das Rauchen vor dem Betrieb oder der Fabrik zu untersagen.

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„Es geht die Stadtverwaltung nichts an, wenn Erwachsene rauchen.“

Die Rauchkultur soll so mit der Zeit geändert werden. Die Politiker hoffen außerdem, durch Tabakkonsum herbeigeführte Krankheiten zu minimieren. „Es geht nicht darum, den Leuten zu sagen, dass sie nicht rauchen sollen. Es geht darum, etwas zu bewegen und eine Atmosphäre zu schaffen, in der das Nichtrauchen gefördert wird und die Menschen dazu befähigt werden. Aber das geht nicht über Nacht“, äußerte sich der Direktor für öffentliche Gesundheit in Oxfordshire, Ansaf Azhar.

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Allerdings wurden die Pläne auch scharf kritisiert: „Es geht die Stadtverwaltung nichts an, wenn Erwachsene rauchen, und wenn diese während der Arbeitszeit draußen rauchen, ist das ihre Sache und die ihres Arbeitgebers, nicht die der Stadt.“

Wie „Good Morning Britain“ berichtete, diskutieren bereits mehrere englische Städte die effektivsten Pläne, um die Rauchfreiheit zu erreichen.