Forscher enthüllen: Zigaretten noch ungesünder als angenommen

Fast alle Marken überschritten die gesetzlich erlaubte Schadstoffmenge.

, 19:53 Uhr
Forscher enthüllen: Zigaretten noch ungesünder als angenommen

Dass Zigaretten für die Gesundheit nicht gerade förderlich sind, ist schon lange kein Geheimnis mehr. Forscherinnen und Forscher aus den Niederlanden wollen nun allerdings herausgefunden haben, dass sie noch schädlicher sind als bisher angenommen.

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Die Wissenschaftler des National Institute for Public Health and the Environment fanden in einer Studie heraus, dass die Schadstoffbelastung höher sei als man es bis dato dokumentiert hat. Demnach soll es ein Schlupfloch in der EU-Messmethode geben. Die Prüfung erfolgt nach der sogenannten ISO-Methode. Diese berücksichtigt die winzigen Löcher der Zigarettenfilter, die als Belüftung dienen und die Mischung des Rauchs mit der Luft ermöglichen.

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Erlaubte Schadstoffmenge überschritten

Allerdings drücken Raucher die besagten Löcher beim Konsum zusammen und der Austritt der Schadstoffe kann nicht erfolgen, da die Löcher verschlossen werden. Deshalb wandten die Forscher die sogenannte Canadian Intense-Methode an. Dabei sind die Löcher verschlossen und die Menge an Teer, Nikotin und Kohlenmonoxid kann festgestellt werden. Die Werte von 100 Marken wurden mit den ISO-Ergebnissen verglichen.

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Bei der CI-Methode war die Menge an Teer 2- bis 26-mal so hoch. Die Nikotinmenge ist 2- bis 17-mal höher gewesen und die Kohlenmonoxidmenge überschritt den Wert um das 2- bis 20-fache. Mit Ausnahme von einer überschritten alle anderen Zigarettenmarken die gesetzlich erlaubten Schadstoffmengen.

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