Forscher bezwingen gefährlichen Wasserstoff in einer grauen Paste

Wissenschaftler machten große Fortschritte bei der Optimierung von Wasserstoff-Energie.

, 01:11 Uhr
Forscher bezwingen gefährlichen Wasserstoff in einer grauen Paste
Fraunhofer/IFAM

Wissenschaftler des Fraunhofer Instituts gelang kürzlich ein beeindruckender Versuch. Sie verarbeiteten Wasserstoff in einer grauen Paste, die unter anderem die Möglichkeit birgt, das sonst gefährliche Gas als klimafreundliche Energiequelle zu verwenden.

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Es ist ein Thema, welches die ganze Welt beschäftigt: Wie retten wir die Umwelt vor dem Klimawandel? Das betrifft auch die Erforschung alternativer Brennstoffmöglichkeiten zu Fortbewegungszwecken. Wasserstoff zählt aktuell zu den umweltfreundlichsten Möglichkeiten für die zukünftige Energiegewinnung. Doch den Tank des Autos kann man nicht so ohne Weiteres ersetzen. Es gibt zwar ein paar Ausnahmen, die bereits mit Wasserstoff betrieben werden, allerdings ist diese alternative Energiequelle bisher nicht für kleinere Fahrzeuge wie zum Beispiel Roller geeignet. Eines der größten Probleme bei der möglichen Nutzung des Gases ist seine hohe Explosivität.

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„Vergleichbar mit Benzin“

Nun entdeckten die Forscher eine Möglichkeit, den Wasserstoff zu komprimieren. Dazu entwickelten sie eine graue Paste auf Magnesiumbasis. Sie kann den Stoff mit der zehnfachen Energiedichte einer Lithium-Batterie speichern. Selbst bei 250 Grad bleibt die Masse intakt und explodiert nicht. Außerdem kann sie ganz praktisch in Kartuschen abgefüllt werden. Somit hätte die „Powerpaste“ laut einer Pressemitteilung des Instituts eine Reichweite „vergleichbar mit – oder sogar größer als – Benzin“.

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Die Verwendung der Paste funktioniert im Gegensatz zu Benzin allerdings nicht mit Verbrennung. Stattdessen wird der Masse Wasser hinzugefügt, wodurch eine gezielte Freisetzung des Wasserstoffs stattfinden kann.

Deutschland setzt sich bereits mit Milliarden-Zuschüssen und rechtlichen Hilfen für die Etablierung der Wasserstoff-Energie ein.

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