Etliche Filialen geschlossen: Moderiese fürchtet um Existenz

In Deutschland wurden bereits 100 Märkte des Konzerns geschlossen.

, 13:57 Uhr
Etliche Filialen geschlossen: Moderiese fürchtet um Existenz

Bei der Modehauskette C&A kriselt es. Das Unternehmen steht kurz vor der Insolvenz und musste in Deutschland bereits 100 Filialen schließen. Darunter die Standorte Sachsen-Anhalt, Baden-Württemberg, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Niedersachsen, Bayern, Berlin und Brandenburg. Nun möchte die Europachefin des Unternehmens, Giny Boer, versuchen, die Existenz des Konzerns zu retten.

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Wie das Newsportal „chip.de“ berichtete, soll dazu unter anderem in das Online-Geschäft investiert werden. Des Weiteren sollen Betriebsabläufe optimiert werden. So könnte man überflüssige Kosten sparen. Die Hauptverwaltung in Brüssel soll zwar geschlossen werden, allerdings möchte man sich stattdessen auf die Niederlassung in Düsseldorf fokussieren.

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Pia Malmus

C&A steht kurz vor Insolvenz

Einen weiteren Vorteil sieht Boer darin, die Länderorganisationen zu zentralisieren. Der wichtigste Markt in Deutschland soll dabei als einzelne Organisation erhalten bleiben. Mittelosteuropa, Benelux und Südeuropa werden indessen zusammengefasst. Bereits seit längerer Zeit kämpft C&A mit sinkenden Umsatzzahlen. Einerseits weichen die Kundinnen und Kunden auf günstigere Alternativen aus, und andererseits shoppen viele durch die Corona-Krise bevorzugt online.  

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C&A betreibt in Deutschland rund 450 Märkte. In ganz Europa sind es 1.400 Filialen. Rund 23.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind bei dem Konzern angestellt. Bisher sind alle Rettungspläne gescheitert. Bereits vor der Coronakrise häufte sich ein Fehlbetrag von 93,6 Millionen Euro an.

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