Erste Uni in Deutschland verteilt schlechte Noten, wenn nicht richtig gegendert wird

Studenten können schlechte Noten und Punktabzug bekommen, weil sie nicht richtig gendern.

Veröffentlicht am , 11:27 Uhr
Erste Uni in Deutschland verteilt schlechte Noten, wenn nicht richtig gegendert wird

Das Thema genderneutrale Sprache kam in der Vergangenheit immer häufiger zum Vorschein. So gab sogar der Autobauer Audi bekannt, genderneutral zu sein. Für viele ist dieses Thema etwas, was sie überhaupt nicht mehr hören können und wiederum andere finden es wichtig, dass die sprachliche Gleichstellung der Geschlechter richtig umgesetzt wird. In diesem Artikel geht es um eine Universität aus Deutschland, die die Studenten sogar bestraft, wenn die geschlechtsneutrale Sprache nicht richtig angewandt wird.

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Universität Kassel: Punktabzug und schlechtere Noten, wenn die Geschlechtsbezeichnungen nicht korrekt sind

Wie „Bild“ berichtet ,versteht man unter dem Gendern das geschlechtsneutrale oder geschlechtsambivalente Anwenden von Formulierungen. Dafür möchten wir die Bild einmal zitieren: „Ein Beispiel aus der Praxis: Statt Studenten heißt es in korrektem Gender-Deutsch Studierende beziehungsweise Studentinnen und Studenten. Ziel dieser Maßnahmen ist die Gleichstellung der Geschlechter auch in der Sprache.“ Mittlerweile wird auch in vielen Universitäten darauf geachtet, dass diese Form der Sprache richtig eingesetzt wird. Allerdings ist es den jeweiligen Professoren der Universität Kassel überlassen, ob sie eine schlechte Note geben, wenn die Studenten nicht richtig gendern.

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„Im Sinne der Lehrfreiheit steht es Lehrenden grundsätzlich frei, die Verwendung geschlechtergerechter Sprache als ein Kriterium bei der Bewertung von Prüfungsleistungen heranzuziehen“, so steht es auf der Webseite der Hochschule. Sylke Ernst bestätigte dis auch gegenüber der „Hessisch/Niedersächsischen Allgemeinen“ (HNA). „Lehrende zum Beispiel in Hausarbeiten Punkte abziehen und so eine schlechtere Note geben, wenn die Geschlechtsbezeichnungen nicht korrekt sind“, so die Leiterin der Uni-Stabsstelle.

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